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Saigon - Moderne trifft Vietnam

Die Anfahrt mit dem Open Tour Bus war diesmal nicht ganz so entspannt, wie wir das eigentlich so gewohnt waren. Das erste Mal  , dass wir keinen Sleeping Bus hatten, sondern einen ganz normalen Bus. Wir sassen uns quasi die Aersche platt. Aber alles halb so wild. Auf die 200 km Strecke von Mui Ne nach Saigon haben wir ja "nur" 6 Stunden gebraucht. Im Bus alles voll mir Japanern, die genuesslich schliefen.

saigon 2

Um so naeher wir Saigon kamen, desto dichter wurde auch der Verkehr. Bis es im Dunstkreis von Saigon richtig verrueckt wurde. Der Busfahrer muss in seinem fruehern Leben Stuntman gewesen sein. Ihr koennt euch den Rest sicherlich ganz gut vorstellen.  

Irgendwann naeherten wir uns Saigon. Natuerlich mit den klassischen Industrieparks auf dem Weg. Aber in einer Groesse die wir bisher noch nirgends in Vietnam gesehen haben. Wenn dort eine Schicht zu ende ist, stroemen die Leute wie Ameisen auf ihren Rollern aus dem Gelaende. Schon beeindruckend das zu beobachten. 

Dann kamen die ersten richtig grossen Haeuser und wir wussten, es kann nicht mehr weit sein. Alles in allem ist Saigon auf der Anreise mit dem restlichen Vietnam nicht zu vergleichen. Unser erster Eindruck sollte sich nicht aendern. 

Wir ahnten schon vorweg, wo der Bus uns rausschmeissen sollte. Es kam genau so. Wir hatten richtig Glueck. Das erste Hotel das wir ansteuern wollten (Bizu Hotel), lag nur 50 m von dem Office von Sinh Tourist. So konnten wir wie immer, so wie wir das nun mittlerweile zur Praxis gemacht haben, den Schleppern die kalte Schulter zeigen und direkt zum Hotel laufen, ohne den riesen Schweissausbruch zu riskieren. Mit dem Zimmer waren wir sofort zufrieden. 21 Dollar die Nacht (wir bekamen kostenloses Upgrade auf Superior Zimmer mit 2 einzelnen Betten). Also haben wir nicht lange Faxen gemacht. Es war mittlerweile auch schon 7 Uhr pm und der Magen knurrte uns gewaltig. Schnell die Sachen abgelegt, einmal Wasser durchs Gesicht geschmissen und sofort raus ins pure Leben.

saigon 3 

Die ersten Eindruecke haben uns quasi ueberwaeltigt. Das pure Leben direkt vor der Tuer. Ein Wuseling und ein Trubel, der Seinesgleichen sucht. Unser Plan war, zu einem Lokalen Zirkus zu gehen, der wohl relativ kurz zu Fuss zu erreichen sein sollte. In der Hektik und dem Trubel, kombiniert mit der laengst eingetretenen Dunkelheit, war dieser leider fuer uns nicht zu finden. Wir vermuten, dass es den Zirkus an der vermuteten Stelle nicht mehr gibt. Egal xD. Dafuer haben wir einen kleinen Supermarkt gefunden, der uns unabhaengig von der Wucherpreisen der Strassenhaendler macht. Wenn man ein Wasser beispielsweise fuer 3.500 Dong bekommen kann, faellt es einem schwer, den Verbechern fuer ein kleines Wasser 10.000 Dong zu geben. Teilweise sind ihre Preisvorstellungen noch dreister. Handeln will kaum einer. Das kennen wir aus dem Norden ein wenig anders. Dort kostet ein grosses Wasser 10.000 Dong. Da kann man nicht meckern, aber Mondpreise wollen wir dann doch nicht bezahlen. Aber das brauchen wir ja jetzt auch nicht mehr xD. Momentan grinsen wir sie nurnoch an, sagen ihnen 5.000 waeren okay, aber wenn sie das nicht fuer okay befinden, dann lachen wir sie an und gehen einfach weiter. 

Kaum aus dem Supermarkt raus, haben wir eine Fastfood Kette gefunden, die es uns richtig angetan hat. Preiswert und richtig schmackhaft (Lotterie). Mit dem vollen Bauch haben wir uns dann auf die Meile direkt vor unser Hotel gewagt. Eine enorme Reizueberflutung. Wir haben uns erstmal 2 Bierchen gegoennt und das Treiben beobachtet. Auf einmal kam unsere alte Bekanntschaft Felix um die Ecke. Wir haben die Nacht zusammen gesoffen :D (aber nur bis 2e xD). War ein heiden Spass.

Geschlafen haben wir einen Tick laenger, es gab eh kein Fruehstueck und wir waren doch etwas platt. Als wir dann aufgestanden sind war die Welt aber sofort wieder in Ordnung. Angezogen und direkt was zum Fruehstuecken vor der Tuer gesucht. Ein Omlette mit Kaese und Schinken sollte es sein (40.000 Dong). Hat echt lecker geschmeckt. Gestaerkt wollten wir Richtung Kriegsmuseum wackeln. Wir haben uns kurz verlaufen. Kein Ding ist ja auch ueberhaupt nicht warm hier xD. 

Das Museum ist schon ganz schoen heftig. Erinnert teilweise eher an ein Gruselkabinett. Vor der Tuer stehen ein paar alte Kriegsgeraete der Amis und drinnen ist die Horror-Picture-Show. Zu sehen gab es nix neues, dafuer eine Menge richtig kranker Gruselbilder von enstellten Kindern etc. Kann man sich schon angucken, aber ueber den Krieg an sich erfaehrt man denke ich eher weniger. Im grossen und ganzen eher ein Propagandamuseum. Aber wer kann das den Vietnamesen schon verachten, wenn man die Bilder im Museum gesehen hat. 

saigon 4 

Danach sind wir ohne grosses Ziel ein wenig durch Saigon gelatscht. Wir wollten einfach die Eindruecke direkt auf uns wirken lassen. In einem Park haben wir kostenlose Fitnessgerate gefunden. Da haben wir den Vietnamesen erstmal ein paar Dips vorgemacht. Nach der langen Auszeit hier hat das richtig Spass gemacht. Ein Laden namens Pho24 koenen wir nicht weiter empfehlen. Das Essen kann man schon empfehlen (Pho Bo), aber ueber die Geschaeftspraktiken in diesem Laden sollte der Eigentuemer schon nochmal nachdenken. 

Ueber den Ben Thanh Market haben wir auch eine kleine Runde gedreht. Es gibt Staende mit Festpreisen, wie zum Beispiel an einem Tshirt Stand. Dort haben auch wir zugeschlagen. Es sollte ein Saigon Tshirt fuer jeden werden (53.000 Dong, ca. 1,90 Euro). Ansonsten waren die Haendlerinnen mal wieder sehr unverschaemt. Fuer ein paar Flip Flops werden anfaenglich 10 Euro aufgerufen. Was glauben die eigentlich? Wenn man Handeln will, schwenken sie nur veraechtlich den Arm und winken ab. EINFACH NUR DREIST! Den drecks Gummi koennen sie nun behalten. Muss anscheind genug Deppen geben, die den Rotz fuer das Geld kaufen xD. 

Nach den ganzen Dreistigkeiten wollten wir mal wieder ein richtig schoenes Gefuehl haben. Also zapp zerapp zu unserem Supermarkt. Eine riesen Tuete voll mit Getraenken, Oreos und ein Paar Suppen fuer (66.000 Dong). Schwups war die Welt wieder in Ordnung :)

Auf dem Weg zurueck zum Hotel kamen wir wieder an unserer Fastfood Kette vorbei. Wir konnten nicht wiederstehen xD. Ein richtiger Tip, denn von dort oben hat man eine super Aussicht auf das Treiben unten.

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Danach haben wir unsere Einkaeufe im Kuehlschrank verstaut und geduscht. Nun geht es die zweite Nacht ins wilde Treiben Saigons. Dazu morgen mehr.

 

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