Menu

 Anzeige

02.11.2010 (Dienstag) Mekong 2 / Phu Quoc1

6:00 Uhr wecken. 7:15 Uhr Abfahrt. Ohne Gepäck aber schon ausgecheckt. Wir laufen am Pier lang (stets auf der Flucht – unser Guide hat’s immer eilig.) noch schnell ein Foto vom goldenen Ho Chi Minh in der Sonne – Endlich mal mit blauem Himmel. Toll. Und dann auf ein neues Boot mit Autositzen und mit viel Speed zu den schwimmenden Märkten - Anschlagen und zurück. Alles in allem rd. 1,5 Stunden. Wieder viele Fotos – weil mit Sonne und blauem Himmel alles ein bißchen netter aussieht. Die schwimmenden Märkte sind hier ganz anders als in Thailand. Es sind viel größere Boote (d.h. richtige Schiffe) und die Fracht ist oft nicht zu sehen. Was man geladen hat, wird an einer Bambusstange oben angebunden ausgestellt.

DET35

Das ist noch ein echter Markt, ohne viele Touri-Angebote. Aber einmal links dran hoch und rechts wieder runter. Das war’s dann auch schon. Unsere Touri’s fragen schon, ob sie denn auch mal was kaufen könnten…?! Ja, ja, wir steigen gleich nochmal aus. Und das ist dann ein echter Landmarkt. Gleich vorn gibt’s allerlei Fisch und Seafood und über den matschigen Weg mit ein paar wenigen Steinen plätschert das „Wasser“ über den Weg in den Mekong. Die meisten Damen haben das falsche Schuhwerk an und ich ärgere mich, dass ich heute Schuhe gegen Sandalen getauscht habe. Aber immerhin haben meine Trecking-Sandalen eine sehr praktische Sohle. (Ich bin die einzige die gestern und heute voll lang anhabe - Aber auch wenn es hier eigentlich kaum Mücken gibt – es ist trotzdem Malariagebiet und außerdem ist es netter mit den nicht nackten Beinen etc. an irgendwelchen fast sauberen Plastesitzen festzukleben… ) Auf dem Markt gibt’s viel zu sehen: Fleisch neben BH’s, Frösche (Kröten) noch lebend und schon abgezogen – ganz frisch, Fleisch mit Augen (aber was das für ein Tier ist… Hund? ) Aber wir haben ja nur 20 min Zeit. Dann geht’s zurück, im Eilschritt zum Hotel und rein in den kleineren Bus nach Rach Gia – das soll 3 Stunden dauern und 13 Uhr fährt unser Schnellboot. Ich versuche noch schnell ‘ne Flasche Wasser zu kaufen und scheitere. Da ist zwar ein kleiner Stand neben dem Hotel, aber es steht kein Wasser draußen, man versteht mein „Water“ nicht und auf Vietnamesisch sagen, kann ich es nicht. Tja, dann eben ohne. (Ein Paar Touri’s fahren mit dem großen Bus zurück nach Saigon, da sie morgen nach Angkor Wat fliegen. Bin ich ein bißchen neidisch drauf…) Werner sitzt als Schnellstarter beim Einsteigen vorn in der allerersten Reihe, an meiner Sitzhaltung hat der Busfahrer aber was auszusetzen, also gehe ich eine Reihe dahinter und sitze am Ende neben unserer noch sehr jungen neuen Reiseleiterin relativ unbequem. Unsere neue Reiseleiterin versucht am Anfang noch Spielchen mit den Touri’s , gibt dann aber gottseidank auf… nachdem Bob immerhin ein Wort von unseren zuvor gelernten /wiederholten vietnamesischen Worten / Floskeln: Hallo – Sin Djsaauo, Danke – Common, Auf Wiedersehen – tam bing, Wir sehen uns- Hang jor fleit - nicht wusste und uns dann ein Lied gesungen hat. Diesmal tuckern wir landseitig an den Häusern vorbei über allerlei Brücken. Wann man durchs Haus guckt, sieht man vorn das Wasser (oft). Teilweise sind die Häuser innen gefliest und sehen besser aus, als man von außen / Wasserseite von der Bretterbude erwarten könnte. Der Busfahrer quatscht und quatscht mit dem 2. Mann an Bord, der nun direkt neben Werner sitzt. Wahrscheinlich hatte ich deshalb die falsche Sitzhaltung! Und jetzt fährt er die ganze Zeit grundloserweise sehr langsam. Wir sind von Can Tho erst einmal flußaufwärts in Richtung Long Xuyen gefahren und dann immer geradeaus auf Rach Gia (über Vhin Than und Tan Hiep) Unterwegs kann ich mich mit unserer Guide unterhalten und erfahre, dass sie erst 21 ist, 6 Schwestern hat, von Vinh Long stammt, ihre Eltern Farmer sind, ihr Vater nicht im Krieg war (da waren eher die Fabrikarbeiter), sie Tourismus studiert in CanTho, sie mit einem Praktikum auch schon in Hanoi und SaPa war und sie mit ihrem Freund in Can Tho im Studentenwohnheim (nehme ich an Borderhouse) wohnt. Und das Wichtigste: Ich übe ein bißchen Aussprache. Werners geliebte Nudelsuppe Pho heißt „fao“, pho ga (Hühnersuppe) heißt „fao gaa“, banh (mit (weißen) Bandnudeln „ fao gaa baan“, Rindfleisch (bo) heißt „bo“ und unser Ziel die Insel Phu Quoc klingt ungefähr so „fuok“
Unterwegs geht dem Bus der Reifen kaputt (beim Puller-Pflichtstopp vorher wollten die 10.000 für die kleine Wasserflasche. Das fand ich unverschämt, Wasser kostet sonst 5000) und ich kriege auch noch ‘ne Wasserflasche. Nach der Reifenreparatur gibt er immerhin mal ein bißchen Gas – aber so schnell geht es nun auch wieder nicht. Gegen 12:40 Uhr erreichen wir den Hafen. Nach den Erklärungen im Bus – man muss gucken, welches Boot man gebucht hat (alle Superdong II) und nicht ins Falsche einsteigen. Am Ende ist es ganz einfach. Steht ganz groß dran. Aber es ist trotzdem Hektik angesagt. Wir müssen alle 12:45 Uhr einsteigen und alle haben noch nichts zu essen. (D.h. ich habe ja noch meine Notreserve , die beiden Baguette, die ich heute Morgen auf dem Land-Markt für je 2000 gekauft habe.) Aber da ist ein Stand mit Bäckersachen und was zu trinken und wir kaufen noch schnell was ein. Auf dem Boot gibt es feste Sitzplätze wie im Flugzeug. 1. Klasse ist klimatisiert (für den Moment ziemlich kalt) und natürlich oben – unten gibt’s offensichtlich noch eine „Holzklasse“. Los kann’s gehen. Pünktlich.

DET36

DET37

Es gibt auch hier ein Reinigungstuch je Person, eine kleine Flasche Wasser und am Ende auch noch ’ne Packung Kekse. Wir essen gleich unsere Vorräte, Edy versorge ich noch mit Superpep, aber gegen die Reisekrankheit soll ja vor allen Dingen ein nicht leerer Magen helfen. Man versucht zu schlafen, ein bißchen gelingt mir das auch. Obwohl es eigentlich ziemlich bequem ist. Aber nach 2 Stunden ist mir so warm, dass ich erst einmal raus will. Werner kommt mit und so sehen wir die Insel auf uns drauf zu kommen. Komisch an die Südspitze fahren wir irgendwie nicht. ½ Stunde eher als ich dachte, (nur 2,5 statt der angekündigten 3 Stunden) Aber das ist gut – denn für heute ist unser Hintern breit genug gesessen. Am Pier und beim Aussteigen ist totales „Wuhling“ Allerlei Kleinbussfahrer u.a. wollen einen abschleppen. Da die beiden Australierinnen (Zwillingsschwestern wie wir inzwischen wissen) neben uns stehen, sind wir uns schnell einig. Lass uns da hinten zu einem richtigen Taxi gehen. Man einigt sich schnell auf Taxameter und los geht‘s auf ziemlich abenteuerlichen Straßen (oftmals unbefestigt, teilweise wie Erdbaustelle – offensichtlich baut man hier ein paar neue große Straßen auf der Insel. Ein bißchen Aufregung noch im Auto, aber das Taxameter springt nach den Anfangskilometern doch an und auch scheint er den richtigen Weg (nach meiner Meinung) zu nehmen. Später stellen wir fest: wir sind nicht in - wie in unserem Reiseführer dargestellt – in An Thoi (Südspitze) angekommen sondern in Vong Beach (ein kleines bißchen südlich von Ham Ninh) und der Taxifahrer alles richtig gemacht hat. Unterwegs muss er noch mal nach dem Weg fragen – es gibt 2x Mango Bay, aber Mango Bay Resort an der Ong Lang Beach scheint eindeutig zu sein. Irgendwann hält er an einer Wegkreuzung im Gelände an (das eine oder andere Schild Mango Bay Resort) , ein „Parking“ Schild hängt da und wir bezahlen zu viert 380.000 und hoffen, dass wir auch richtig sind. Einen kleinen Pfad lang, mit dem Rucksack hat man es einfach, und dann ist da immerhin eine (wenn auch ziemlich unscheinbare) Rezeption und auch zugehöriges Personal. Ich bin vom anstrengenden Tag ein bißchen durchgekocht und reagiere (leider) ein bißchen unwirsch auf die vielen Fragen und Erklärungen von der jungen Dame an der Rezeption.
Das übliche Procedere. Pässe abgeben, Flugtickets auch (?), einen Hotelvoucher haben wir nicht … Aber dann kriegen wir unseren Schlüssel Vo2 und kurz darauf sind wir begeistert. Ein supertolles Resort. 1x Duschen und dann in das Restaurant (offen mit Blick aufs Meer).

DET38

So schön kann Urlaub sein. Hier ist alles teurer als sonst – aber nicht unbezahlbar. Wir wohnen quasi in einer Parkanlage mit ökologischem Touch. Wir gehen unter unser Moskito-Netz (Das Personal war schon da und hat es runter gelassen und auch eine Räucherspirale angezündet.), experimentieren noch kurz mit dem Lüfter und schlafen dann doch – ohne großes Lesen – schnell ein. Nachts ist es sehr warm, … Werner entdeckt dann, dass es auch noch ‘ne dünne Zudecke gibt (xD) und schaltet den Außenlüfter an. Der ist aber sehr laut, so dass ich erst mal Ohrenstöpsel brauche… Das hier ist unsere erste Nacht ohne Airkondition – nicht so einfach.

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.

Nach oben

Top 10

Top 10

  • Laos
  • Kambodscha
  • Myanmar
  • Indonesien
  • Philippinen

Hotels