Menu

 Anzeige

Mittwoch, 14.11.12 Von Siem Reap nach Battambang mit dem Boot

 

Wir sitzen im Boot nach Battambang und ich will mal versuchen ein bißchen rückwärts zu schreiben. Die letzten Tage sind wir nicht dazu gekommen. Mal sehen wie weit ich komme, mein Reiseführer liegt im Rucksack und der ist in einem Haufen lauter Gepäckstücke.

Heute Morgen sind wir um 6.30 Uhr abgeholt worden. Das hieß um 5.30 Uhr aufstehen und um 6.00 Uhr zum Frühstück. Naja, was soll ich dazu nun sagen, was tut man nicht alles für das Abenteuer. Ich bin jedenfalls pünktlich fertig. Unser Fahrer ist schon da und es geht auch sofort los. Zum Frühstück gab es noch eine kleine Episode. Eine ältere Dame sprach uns an. (Ich sage mal Schweizerin) Da sind um 6.00 Uhr (na gut 6.10) schon freiwillig und ganz ohne Grund Leute zum Frühstück. Sehr gesprächig die Dame und so wurden binnen 3 min. ein Haufen Infos ausgetauscht, unsere Reiseroute, ihre, ihr Sohn ist nach Kambodscha ausgewandert und hat jetzt in Sihanoukville ein Gästehaus. Ihr Mann ist schon seit längerem tot, hatte was mit Ornithologie zu tun. Darüber hatte sie auch zu Ost Zeiten Bekannte in Cottbus, die sie mehrfach besucht hatten. Wir aus Berlin und DDR. Ich sagte ja: sehr gesprächig.

Unser schweigsamer Fahrer fährt uns mit einem sehr sauberen Auto (ist hier immer so gewesen bisher, leider riecht dieses Auto ein bisschen komisch nach Putzmittel? Wunderbaum?) durch Siem Reap gen Tonle Sap. Es sind schon viele Einheimische auf der Straße. Viele Schulkinder auf dem Fahrrad. Wir kommen jedenfalls gerade so um 7 an. Der Fahrer muss erst mal Leute fragen (offensichtlich kennt er sich nicht so aus) und erklärt uns dann, dass das Boot nach Phnom Penh erst morgen wieder fährt. Wir sagen ihm heute, nicht morgen. Nach Battambang. Oh' da nicken die Leute. - wir steigen aus und in Sekundenschnelle sind Ticketkontrolleure da, die uns erst einmal unser alter Ticket abnehmen und durch ein anderes (eher ein bunter Zettel) ersetzen, da einmal abreißen und dann sind wir schon auf / im Boot. MenschenleerBild-Kambodscha-788. Wir sind die einzigen Gäste. Trotzdem wuchten sie gleich unsere Rucksäcke unter die Sitze. Da sollen eigentlich unsere Füße stehen. Wir protestieren..... Das Boot ist ausstaffiert mit jeweils 2er Plastiksitzen links und rechts, hat ein Dach und hat hinten einen ziemlich großen Motor. Immerhin liegt auf den Sitzen ein kleines Kunstoffpolster. Mit uns sind vom ersten Meter an Verkäuferinnen unterwegs (ziemlich penetrant). Am Ende kaufen wir ihnen eine Flasche Wasser ab und ein paar Bananen und dann gehen sie endlich. Wir warten, jeder in einer Sitzreihe, schon auf der erwarteten Schattenseite rechts. Leider sitzen wir derzeit am Anlieger erst mal in der Sonne. Ich will mir schon Gedanken machen, ob das Boot nur mit uns, denn überhaupt fahren wird, da kommen doch noch Touris. So gegen 7.45 Uhr ist das Boot etwa halb voll. Aber es passiert immer noch nicht. Von Zeit zu Zeit trudeln immer mal wieder Leute ein.... Allmählich wird es voller. Kurz vor acht setze ich mich zu Werner in die Reihe (der mich gleich strafend anguckt, was ich denn schon wieder rutsche. Es sind doch noch genug andere da!.... Aber noch ein bisschen später ist das Boot knall voll.Bild-Kambodscha-793 Es gibt keinen Platz mehr im Schatten, oben auf dem Deck soll wohl noch was sein. Und dann fahren wir endlich los. 8.25 Uhr! Na da weiß ich ja warum ich heute so Morgen aufgestanden bin.

Inzwischen fahren wir schon eine Stunde. Erst ging die Fahrt lange durch Grünzeug und Bäume / Büsche im Wasser. Aber jetzt seit 10 Minuten ist links nach Süden Wasser pur zu sehen. Nach 1 Stunde ein Restaurant im See und ein paar Häuser (Hütten) dazu. Alles schwimmt.

Bild-Kambodscha-797

Bild-Kambodscha-801

Bild-Kambodscha-811

Bild-Kambodscha-817

Bild-Kambodscha-822

Nach rd. 3,5 - 4 Stunden gibt es eine Pause auf dem Wasser. Der Ponton mit allen Touris auf einmal neigt sich beachtlich. Bild-Kambodscha-847dDie Klos (Fußbrett mit Loch) hängen einfach über dem Wasser. Aber immerhin hier gibt es kioskmäßig was zu essen und zu trinken. Inzwischen sind auch 2 – 3 Uniformen mit an BordBild-Kambodscha-848. Es wird enger. Und dann kommt die landschaftlich reizvolle LandschaftBild-Kambodscha-846 und die Äste und Zweige peitschen ins Boot. Die keimigen Rollos ( so ne Art geraffte Zeltbahnen) werden runtergelassen – ein guter Schutz gegen die peitschenden Äste. Und dann wird’s richtig heiß. Ich versuche hin und wieder mir zumindest mit meiner leeren Flasche einen kleinen Lüftungsschlitz zu lassen. Nach der Pause sind auch noch ein paar Gäste vom Sonnendeck dazugekommen. Zwei junge Frauen, die sich – woher auch immer- zwei Hocker organisiert haben – sie sitzen jetzt im Gang. Ich kann‘s ihnen nicht verdenken, dass sie zumindest aus der Sonne wollten. Vor uns eine junge kambodschanische Mutti mit Kleinkind (1/2 Jahr)Bild-Kambodscha-853 und Oma (oder Uroma) ist auch dabei. (Die saßen erst lange mit dem Baby hinten direkt neben dem Motor! Werner meint, dass Kind ist bestimmt krank und muss in der Stadt zum Arzt. Gottseidank bleibt die Plane nicht ewig unten. Auch den anderen ist’s warm und sowie die Äste nachlassen wird mal wieder hochgezogen. (bis zur nächsten Engstelle halt) Es ist und bleibt heiß und dazu ein ohrenbetäubender Lärm vom Motor – selbst mit Ohrenstöpseln ist es immer noch laut. Das Baby kriegt eine Menge Dreck ab. Nuckelflasche runtergefallen – wieder nuckeln – kein Problem. Tolles „nicht mehr so ganz sauberes“ Kuschelkissen, ein interessantes Handtuch für alles. Naja so ist das wohl. 15:30 Uhr legen wir endlich an.Bild-Kambodscha-861 Die letzte halbe Stunde liegt der Fluss im tiefen Einschnitt, am Hang stehen viele Häuser / Hütten, die meisten entsorgen ihren Müll am Hang am Wasser. Ich bin froh, dass es vorbei ist und freue mich auf das Duschen (und den Wegfall des Schiffsmotors). Kurzer Trouble am Anlieger (das ist einfach eine große Holztreppe bis runter zum Wasser), viele Tuktuks, eins (wer nicht so penetrant ist) nehmen wir. Erst mal entspannt sitzen. 1 Dollar und 10 min später sind wir im Hotel RoyalBild-Kambodscha-865, kurzes Bewerben des Bamboo Trains, aber no no, ich will erst mal duschen und 5 min später auf dem Zimmer.

Zimmer sind schlicht aber ok. Geduscht ist man ein neuer Mensch. Wir gehen raus in die Stadt. Direkt vor uns der Markt.Bild-Kambodscha-866 Noch ist es hell und wir wollen uns wenigstens noch ein bißchen umsehen. Also bis zur Uferpromenade, etwas entlang und dann langsam gen Lokalempfehlung. Die Stadt ist viel ruhiger als Phnom Phen. Und ich denke schon, hier gibt es keine Bettler. Aber als wir am Ende im Rest. Sitzen, da sind sie dann doch. Im Lokal treffen wir dann ein älteres Paar aus KW (naja, so alt sind sie auch nicht… ungefähr so wie wir…) die eine 3 wöchige vollgeführte Tour durch Kambodscha machen – na da sind wir mal nicht so neidisch. Und sie ist sehr gesprächig, da ist Werner nicht so neidisch. Auf dem Rückweg nehmen wir noch einen Absacker (ein Draft für 0,50 Dollar) in einer Bar direkt gegenüber vom Hotel und dann geht’s in’s Bettchen.

2. Version: Gestern Abend sind wir nach dem Duschen ein paar Schritte durch gelaufen, am Markt vorbei bis zum Wasser, an der Promenade entlang und dann direkt bis zum (ebenfalls ) verlassenen alten Bahnhof. (Obwohl dieser hier noch ziemlich gut aussieht. Hier sind wohl noch am längsten die Züge gefahren. Und von dort dann auf kurzem Wege direkt in die Empfehlung des Reiseführers. Unterwegs hatten wir auch nichts ähnliches gesehen. Hier sitzen auch schon Langnasen und nach und nach kommen noch mehr dazu. Am Ende sitzt ein ebenso älteres Paar neben unserem Tisch. Sie ist sehr gesprächig. Berndi eher nicht so. Aus Königs Wusterhausen… machen eine voll „privat“ geführte Tour durch Kambodscha. Vor 3 Jahren waren sie mit Bus (mit 30 Mann) in Vietnam unterwegs. Hat ihr nicht so gefallen. Ich gönne mir mutig einen Mango Shake – sehr lecker und auch mein Essen – gebratenes Gemüse mit Chashew-Kernen und Reis ist sehr lecker. Am Ende bezahlen wir 13,75 $, wobei wir uns auch noch einen Obstteller zum Abschied gönnen (Obst hängt auch so lecker dekoriert im „Schaufenster“. ) Am Touri-Restaurant waren dann aber auch die Bettler wieder da, und ich dachte schon, hier gäbe es keine. Wir gehen zurück zum Hotel (so groß ist Battambang dann nicht im Zentrum, alles laufbar), obwohl es sehr früh noch ist, aber auf der Dachterasse vom Hotel können wir ja auch noch was trinken. Am Ende sitzen wir in einem kleine Restaurant direkt gegenüber vom Hotel auf der Straße (Draft 0,5 $) und trinken 2 Bier. Nochmal duschen. Dusche ist hier ein Brausekopf – also Klobrille besser vorher hochstellen. Aber die Klimaanlage ist wundervoll leise. (Die leiseste überhaupt) Wir schlafen ganz relaxt ein ;-)

 

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.

Nach oben

Top 10

Top 10

  • Laos
  • Kambodscha
  • Myanmar
  • Indonesien
  • Philippinen

Hotels