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Eine herzliche (SCHL)ANGElegenheit

Wir entschuldigen uns für das unregelmäßige Hochladen neuer Beiträge, aber wir hängen gerade total rum am Strand und haben ein Mangel an Foto´s. Den Grund werdet ihr jetzt erfahren. Außerdem wurde ein Artikel aus Mangel an Bildern übersprungen, er folgt demnächst....
Herzlich Willkommen liebe Freunde, Freundinnen (amerikanisch: girlfriends), Familienmitglieder (Danke Bobby für das Weitersagen), geneigte Leser und sonstige Folger (ja okay wir benutzen die Anglizismen, liebe Follower.... Franzosen würden das nie machen) zu einer weiteren Folge von: 2 Männer und ein halbes Herz. Wieso dieser Titel? Ihr werdet es später noch erfahren...

Nach der Erkundung der größten und schönsten Höhlen der Welt und dem folgendem Lethatag (uhh ein Neologismus, wer weiß was es heißt und wer weiß wann es im Duden steht?) stand die Bustour von Dong Hoi nach Hanoi an. Unsere Helden wollten diesmal schlau sein und buchten zwei Schlafbetten in der letzten Reihe, welche mutmaßlich ein vielfaches an Beinfreiheit bieten sollten, was auf dem Trip nach Dong Hoi bestätigt wurde. 12-1Leider rechnet ja niemand damit, dass der Reiseveranstalter neben den modernen Bussen auch 15 Jahre alte Vietnamesenkutschen mit Zustellbetten und zu wenig Bettzeug besitzt und damit sogar Touristen transportiert. So mussten sich Harri und Kalle durch vollgestellte Gänge, heraus- und herunterhängende Gliedmaßen (keine Glieder, auch wenn ihr das alle hören wollt) und den, durch einen mächtigen Latinapopo versperrten Zugang, zu unserer Schlafmuchte kämpfen. Diese bestand nicht wie sonst aus drei Betten oben und unten und einem Gang davor, sondern aus fünf Betten oben und unten sowie jeweils vier Betten davor. Im Endeffekt hier dies für uns: keine Beinfreiheit, dauerhafter schwitzender Hautkontakt zum Nebenmann, keine Liegemöglichkeit, da die Schlafsitze im 45° Winkel standen und nicht verstellbar waren. Egaaal, in neun von zehn Fällen sind wir die großen Gewinner im Bus und so konnten wir wenigstens auch einmal die Kehrseite der Medaille sehen und uns wie das gewöhnliche Touristenvolk fühlen. Also das Beste draus gemacht und den Schlaf in Löffelchenstellung mit dem Nebenmann gesucht. 

In Hanoi nach elf Stunden Fahrt und einigen abgewehrten Paarungs- bzw. Annährungsversuchen angekommen, wurden wir vor einem Hotel rausgeschmissen, in welchen wir nach unserem Hostel recherchierten. Dabei vergaß der bis dato glückliche und Nicht-allzu-dumme Reisende Harri sein I-Phone auf einem Tisch, während er den öffentlichen Computer benutzte. Nachdem er einige12-2 Minuten später zurückgerannt kam, war dieses bereits gemopst worden. Düdümm, geiler Start in diese neue Stadt. Nachdem Harri alle Passwörter geändert und alle Konten gesperrt hatte und Kalle aus seinem Vormittagsschläfchen erwacht war, wurde zunächst einmal die Stadt besichtigt und Informationen über die wohl spektakulärste Tour in Vietnam eingeholt, die Halong Bay Tour. Man war sich den ganzen Tag über nicht schlüssig, welche Form man buchen sollte. Steve präferierte eine Billigvariante, in der eine Partytour vorgetäuscht wurde, welche aber laut Zeugenaussagen eher ruhig war. Unser Hostel, das Hanoi Backpackers Hostel, bot die teure Variante aber mit absoluter Partygarantie an, die „Cast Away Tour". Vermutlich erfolgt an dieser Stelle ein Aufschrei zu Hause: „ist doch klar was ihr nehmt, keine Diskussion“ oder „Hahahahaha, als wenn ihr nicht die adäquateste aller Touren nehmt, guter Witz“, doch so einfach war die Sache nicht. Es sollte viel regnen die nächsten drei Tage (während denen man auf dem Boot bzw einer Insel sein würde )und der eklatante Geldunterschied von 70 Euro für mutmaßlich gleiche Leistungen war ein weiterer hemmender Faktor. Nun gut, die Entscheidung wurde auf den Abend vertagt, wahrscheinlich würden drei Bierchen sowieso bei der Entscheidungsfindung helfen. Nach der kleinen Stadtbesichtigung kamen wir zurück ins Hostel und wurden sogleich von Steve mit der Nachricht überfallen, er gehe jetzt Kobra essen. Hmm hört sich doch eigentlich ganz lustig an, dachten wir und schlossen uns der kleinen Gruppe an. Mit dem Taxi ging es zu siebt vor 12-3die Tore der Stadt auf eine Schlangenfarm. Begrüßt wurden wir von einer niedlichen Würgeschlange, mit welcher eine ordentliche Fotosession abgehalten wurde, natürlich inklusive: anfassen, streicheln, um den Hals legen und so banalen Dingen wie: unters Shirt kriechen lassen, in der Unterhose mit Shen Long vergleichen, rummachen oder den Kopf der Schlange in den eigenen Mund nehmen. Nachdem wir uns nun schon mit Black Mambi angefreundet hatten und Kalle anfing auf Parsel mit ihr über den geschmacklichen Unterschied zwischen Ratte und Maus zu debattieren, dachten wir, die kleine Spielschlange wird nun gegen die zu essende Schlange ausgetauscht. Doch falsch gedacht. Wir wurden am Tisch postiert und vor unseren Augen setzte der Koch sein Messer an und schnitt ihr bei lebendigen Leib das schlagende Herz heraus. Geeeeeiiiiel. Das Blut wurde aufgefangen und Blood Mambi zuckte ein letztes Mal, während ihr Herz neben ihr immer langsamer schlug. Einzeln auf einem Teller liegend wohlgemerkt. Als wenn das nicht genug wäre, kam kurz darauf unsere nächste Bestellung herangezischt: eine 1,5m lange Kobra, welche ganz und gar nicht so friedlich wie Blood Mambi war. Kurz dachte Kalle wieder ans rummachen (wir sind doch Abenteurer und keine Touristen), doch vergaß er diesen Gedanken ganz schnell wieder, als der Koch das Gift aus ihren Zähnen spritzen ließ. Nach der Desinfektion des Messers mit Hochprozentigem, erfolgte dann die gleiche Prozedur wie bei unserem Spielfreund. Nun schlugen zwei Herzen auf dem Teller. Wir setzen uns an unseren Tisch und warteten auf die sieben Schlangengerichte, welche nun für uns zubereitet wurden. Um den Appetit anzuregen, trank man zunächst erst einmal einen Kurzen aus Schlangeblut und Reiswein. Bis auf den Reiswein eigentlich ganz lecker. Anschließend erfolgte eines der Highlights des Tages: das Exen eines Reisweins mit einer herzlichen Zugabe des Chefkochs. Einer der Gruppe, ein Tourguide, der neue Touristenattraktionen erkunden sollte, bekam das Kobraherz während sich Steve und Kalle Mambis Herz teilten. Mot...Hai...Bah.....Yoooo und runter damit. Kalle trank es, als wäre es ein gewöhnlicher Shot mit einer verirrten Spinne drin, aber Steve bekam das Würgen. Im Endeffekt hatten wir nun aber alle drei Schlangenherz in unseren Mägen und warteten nun auf die versprochene Viagrawirkung. Anscheinend stimulierte das Blut ihrer Brüder unsere Schlangen nicht so wie erwartet und so wandten wir uns den Gerichten zu. Schlangenrippchen, -innereien, -frühlingsrollen und –leberragout erfreuten unsere Gaumen und als Absacker gab es noch einmal einen Reiswein-Magensaft?-Shot. Nach diesem, im Nachhinein betrachtet, ganz und gar nicht alltäglichen Erlebnis fuhren wir mit einem kribbeln im Bauch zurück zum Hostel. 

Dort angekommen ging die Frage, welche Tour zu absolvieren sei, in die entscheidende Runde. Nach einem Bericht unserer Zimmergenossin und Partykönigin Tari, manifestierte sich der Gedanke auf Geld zu scheißen und wenn es schon regnet, dabei wenigstens endlos Party zu machen. Nach dem Pubquiz, ein paar Bierchen und einer komplett chaotischen Alkoholbeschaffungs- und Bezahlungsphase stand es dann endgültig fest, wir machen das, wozu wir geboren wurden: Legenden schaffen, Rekorde brechen, alles und jeden unter den Tisch trinken und uns als permanter Gedanke in die Köpfe der härtesten Partyguides brennen. Yes we can, wir machen die „Cast Away Tour“. Wie dieser äußerst erholsame Kulturtrip in die Welt der 2000 Felsinseln mit ornitholigischen Tätigkeiten und dem Stricken von Pullovern verbracht wurde, erfahrt ihr beim nächsten mal.

Bis dahin wünschen wir euch eine herzliche Zeit und gönnt euch mal ein bisschen Schlangeblut, falls es im Bett nicht mehr so gut läuft. Boa Constrictor soll da helfen. 



Ciao

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26.10.10 (Dienstag) Hanoi Tag 4

  • Freigegeben in Vietnam

Kurz vor 5 ist Wecken. 5:10 Ankunft. Tschüss in alle Richtungen. Ein Haufen Taxis am Bahnhof, aber wir entschließen uns zu laufen – es soll ja so schön sein früh am See und wir haben ja schließlich einen Rucksack. Leider ist Werner vorneweg; ich kann so schnell nicht Karte und Gegend so genau zusammenbringen und so laufen wir prompt am See vorbei. Na toll. Unterwegs geht auch noch das Straßenlicht aus (5:30) obwohl es noch nicht richtig hell ist in Hanoi. Nun wird das Karte lesen noch schwieriger. In der Stadt unterwegs ist es noch relativ ruhig – aber schlafen tun sie nicht mehr. Die Ersten essen schon ihre Suppe, die Läden machen auf. Vorn am Platz angekommen, gehen wir wenigstens nochmal bis an den See. Die Hanoier machen ihren Frühsport und ‘ne Menge Touri‘s genießen die relative Stille am See. Auch Domenick und Sabine unsere Bamberger sehen wir aus der Ferne. Wir haben ja ein Bett und gehen deshalb weiter zum Hotel. Nach Klopfen macht man uns auch auf und so sind wir um 6 auf dem Zimmer. In der Altstadt hatte das frühe Treiben auch begonnen. Noch sind nicht alle Mopeds da und so sitzen die Frauen mit ihren Tragekörben in der Reihe an der Straße. Ein schöner Anblick. Eine Dusche und dann rein ins Heiabettchen.
Wir schlafen bis 10 und sind fit für den Tag. Heute will Werner keinen Reis zum Frühstück und so gehen wir zum KFC vorn am See und hinterher in das nette Cafe nebenan. Ich gönne mir noch ein Croissant. Heute wollen wir ins Museum für Völkerkunde; das liegt schon außerhalb unserer Karte – also Taxi. Ganz einfach – raus aus dem Cafe – Preis „bereden“ (100.000 Dong ist ok – ich hatte vorher im Hotel gefragt) und losfahren. Im Museum und dem Freiluftgelände gefällt es uns gut. Ein bißchen was davon hat man schon in SaPa gesehen, aber es gibt auch noch die eine oder andere Erklärung zu Riten und Traditionen. Außerdem ist das Außengelände angelegt wie ein Park – sehr erholsam.

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Um den Tag zu komplettieren, wollen wir noch an den Westsee (Ho Tay) und uns den Quan-Than Temple (Schutzgeist Hanois, eine 3,96 m hohe Bronzestatue – die größte Vietnams – oft auch als Buddha bezeichnet, aber es ist die Statue des Tran Vu) und dann die Tran Quoc Pagode (der älteste Sakralbau Vietnams mit dem 11stöckigen Pagodenturm (Hap), beides am Deich gelegen, ansehen.

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Leider fährt der Taxi-Fahrer für Werners Vorstellung etwas komisch… Werner ist genervt, ich bin es dann auch. Hinwärts zeigte das Taxameter 78.000 Dong an und hier steigen wir bei 88.000 Dong aus und laufen den Rest; dabei waren wir schon mal fast da. Mit den Taxifahrern ist es doch überall dasselbe! Aber die beiden Sehenswürdigkeiten haben zu Recht einen Stern im Reisführer gekriegt. Wir entschließen uns von hier aus zurückzulaufen und so wir lernen noch eine neue Ecke von Hanoi kennen. Am Seeufer (Pho Duc Chinh) sind viele, viele Restaurants, Cafes und dergleichen. Auch auf der Halbinsel scheint es sich ganz nett zu wohnen. Ob der See wohl manchmal stinkt? Tief soll er ja nicht sein. Nur 2,5 m und von den vielen Häusern läuft allerlei rein. Dann geht’s eine Einkaufsstraße lang mit richtigen Geschäften und einer richtigen Bank – wir tauschen 100 € - dann kommen wir an diesem runden Gebäude vorbei – ok hier ist das Hotel von Edy & Bob. Und dann geht’s ~nach Süden auf die Altstadt drauf zu, die Ng. Khac, P.Cua Bac. Wir kommen an einem alten Lebensmittelmarkt vorbei (Das ist schon ein Foto wert, wie die Verkäuferin oben im Schneidersitz vor ihrem Frischfleisch sitzt und vom Moped aus eingekauft wird.

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Beim Fisch fotografieren wir nicht mehr – leider. Aber wir sehen Kröten beutelweise und eine Frau nimmt die Frösche aus und vorn liegen dann die Froschschenkel mit was daran. Es gibt allerlei Fisch und Shrimps usw. aber auch irgendwelche Larven – naja, alles muss man nicht haben. Wir kommen dann noch am neuen Markt vorbei (Duong Xuan Market) – nicht Lebensmittel, alles andere. Aber so gegen ¾ 6 ist man am Einpacken, Saubermachen und Verschließen. Die meisten sind schon fertig. In der Altstadt gehen wir in ein schönes Restaurant und essen lecker (Werner ist begeistert von seinem Chicken with lemongras and chilli). Gegen 1/2 8 sind wir fertig und schlendern noch ein bißchen gen Hotel und gehen auf einen Absacker in den Pub.

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22.10.10 (Freitag) Hanoi Tag 3

  • Freigegeben in Vietnam

Wir schlafen tatsächlich aus und bleiben bis 11 Uhr im Bett. Wunderbar. Nochmal duschen, Haare waschen und dann das Täschchen packen. Punkt 12 Uhr sind wir fertig und tragen unsere Rucksäcke runter. Gestern hatten wir uns noch Karten für das Wasserpuppentheater um 14:15 gekauft. (Nur 2. Klasse für 40.000 statt 60.000 VDN in der ersten Klasse je Person) Und so bleibt uns genügend Zeit für ein ausführliches verspätetes Frühstück nachdem wir unser Gepäck zurück im Hotel gelassen haben. Wir sind jetzt doch schon eingelebt und gehen in ein kleines nettes Restaurant mit Balkon in der 2. Etage. Das haben wir bisher gar nicht so registriert. Wir sitzen sehr nett und gehen erst zum Theater gegen halb zwei los. Ist ja alles um die Ecke. Vorher noch auf das WC. Oh, nicht so schön, und die Zahnbürsten von der Wirtsfamilie stehen auch noch am Waschbecken. Da haben wir es zu Hause aber schöner. Das Wasserpuppentheater ist sehr schön. Nur halt sehr gut klimatisiert. Es ist ziemlich kalt.

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Nach dem Theater entschließen wir uns nochmal bis zur Oper zu schauen. Vorher erst nochmal über die rote Brücke zum Jadeberg-Tempel. Hier auf der Insel ist es ruhig und viele Einheimische kommen zum Beten und Opfern her. Draußen spielen Männer ein Brettspiel, das wir nicht kennen. Wir schauen eine Weile zu, verstehen es aber nicht wirklich, ein bisschen wie Schach aber doch ganz anders. Auf den Spielsteinen sind asiatische Schriftzeichen.

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Aber dann doch wie gesagt zur Oper. Durch den Indira Gandhi Park und da ist doch eine richtige Bank! Wir tauschen 100 €. Das ist doch wirklich ein beachtlicher Unterschied zur Wechselstube gestern. Und ein paar Schritte weiter sehen wir schon die Bank of Vietnam und auf der anderen Seite eins der schönsten Kolonialbauten von Tonking. (Heute genutzt für staatliche Festakte, früher Residenz des Gouverneurs von Tonking.) Ein paar Schritte weiter sind wir am Grandhotel Sofitel und dann die Oper – nach Pariser Vorbild errichtet und 1911 nach 10 Jahren Bauzeit eröffnet. Ja, hier sieht die Stadt schon sehr anders aus, als in der Altstadt. Aber die Altstadt soll ja eine der letzten südostasiatischen sein – die meisten anderen wurden abgerissen. Irgendwie treibt es uns noch ein bisschen weiter – am Museum der Vietnamesischen Revolution – aber wo ist denn der Eingang? Wir sind schon fast an der Schnellstraße, die parallel zum roten Fluss verläuft. Auch ganz nette Kneipen und Biergarten mit Einheimischen haben wir unterwegs gesehen. Da wir ja heute um 20 Uhr im Hotel sein sollen, (und wir eine halbe Stunde früher da sein wollen) und wir auch noch was essen wollen, soll es nun zurück gehen. Aber auch Werner ist sich nicht ganz sicher, wo wir lang müssen. Auf einmal sind wir nochmal in einer kleinen Marktstraße, man kauft von Mopeds aus ein. Das hätte Werner auch gern noch fotografiert – klappt aber nicht und er gibt auf. Mal sehen was in der nächsten großen Straße ist. Immerhin Straßenschilder gibt es fast immer. Wir sind auch fast richtig und gehen bei unserem Hotel um die Ecke essen. Diesmal schräg gegenüber vom Balkon heute Morgen auf den anderen Balkon. 19:30 Uhr vor dem Hotel. Es sind auch schon andere da. Rein in den Minibus und los geht’s (der Bus ist gut gefüllt).
Aber wo fährt denn der Fahrer lang zum Bahnhof? Aber klar: Bob und Edy werden noch abgeholt! Nun aber zum Bahnhof. Und der ist voller Leute davor und auch drin. Das sah ganz anders aus, als wir vor 2 Tagen hier waren. Wir laufen mit unserem Hinbringer (wir haben immer noch nicht unser Ticket!) am ganzen Zug lang. Sind wir etwa im letzten Hänger?! Aber nein, da hinten geht’s dann über die Gleise. Wir sind ja auch noch viel zu früh (9 Uhr) Abfahrt ist 9:50 Uhr. Unser Hinbringer sortiert aus, wir bleiben mit den jungen Deutschen zurück und beziehen dann die eine Kabine zusammen und kriegen dann endlich unser Ticket für hin und zurück.

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In der Kabine sieht es sehr ordentlich aus – außerhalb der Kabine im Zuge eher so Reichsbahnmäßig. Wir plaudern noch nett über dies und das, die beiden kommen vom Süden und können uns einiges erzählen, was wir noch haben werden. Gegen Mitternacht geht das Licht aus, ein bisschen schlafen wollte man ja auch. Der Zug fährt in Hanoi über die Gustav Eiffel Brücke. Ja, aber mit dem Schlafen ist das nicht so einfach. Von wegen Soft-Sleeper! Es ist knallhart auf der Liege. Unser Vollgepäck (die anderen beiden haben ähnliches) passt zwar - entgegen aller Vormeldungen - gut rein und auch einen Schlafsack brauchen wir nicht – es gibt saubere Zudecken und Kissen. Aber auf einem Brett zu schlafen, bin ich nicht gewohnt. Bei mir schreibt sich Bett immer noch ohne r. So gucke ich erst noch ein bisschen aus dem Fenster. Der Mond scheint und manchmal sieht es fast so aus als ob es geschneit hätte – alles so weiß auf den Wegen. Aber irgendwann schläft man ja doch.

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19.10.10 (Dienstag) Hanoi Tag 2

  • Freigegeben in Vietnam

 

Heute Hanoi – so soll es sein. Ein dürftiges Frühstück nach Werners Ausschlafen bis gegen 7:30 Uhr (ja ja die innere Uhr, in Deutschland ist es ja schon 2:30 Uhr!) und dann geht’s los zu Fuß. Und weil man ja ein Ziel haben muss und Katrin sich belesen hat: Der Tempel der Literaten / Literaturtempel eine Gedenkstätte für Konfuzius. Nach kurzem Blick auf die Karte – eigentlich brauchen wir nur geradeaus zu laufen. Vor bis an die große Kreuzung am See und dann immer die Pho Hang Bong lang.

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Werner hat heute das Teleobjektiv aufgesetzt – für die besten Fotos. Von der Pho Hang Bong dann in die Nguyen Thai Hoc Straße. Nach kleinen Unsicherheiten dann auch gleich die richtige Straße gefunden. Noch eine kurze Pause beim KFC zum Trinken und dann festgestellt, dass man in den Literaturtempel nur von „ unten“ von der Quoc Tu Giam Straße aus rein kommt. Also nochmal links wegbrechen. Aber vorher nochmal ausführlich nach ordentlicher Beschreibung die Hände waschen. An der seitlichen Mauer vom Tempel parken viele, viele Busse und ein Mann betreibt seinen Friseursalon. Werner macht ein Foto und dann zeigt er auf sein Schild 1 Foto kostet 2 Dollar.

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Wir bezahlen nicht und kurz darauf geht’s rein in den Literaturtempel. Auch viele Vietnamesen besichtigen ihn. Der Eintritt ist bezahlbar etwa 10.000 Dong. Und so können wir auf den Steintafeln „lesen“, wer schon alles seit 1070 Sieger der Literaturprüfung des Konfuzius war. Es folgt der Tempelhof für Konfuzius selbst und ganz am Ende – als Höhepunkt sozusagen auch der Tempel für seine Eltern. Von hier aus ist das nächste Ziel das Ho Chi Minh Mausoleum - nur von außen – das reicht. Es ist auch gut von Weiß-Uniformierten gesichert. Heute geht’s wohl eh nicht rein. Und ich bin ärmellos (es ist sehr warm) und so ginge es ohnehin nicht rein. Der große Aufmarsch-Platz davor lädt nicht zum Spazierengehen ein. Es gibt keinen Schatten unter den wenigen Bäumen. Aber bis zur Einsäulenpagode ein paar hundert Meter weiter schaffen wir es doch noch. Hier gibt’s Bananen und ein paar schattige Bänke. Seit dem Literaturtempel ist es so anders – Ja, keine parkenden Mopeds auf den Gehwegen – es ist wie in Europa. Aber wir sind ja auch im Regierungs.- und Botschaftsviertel. Da ist manches etwas anders. Wir laufen zurück an diversen Botschaften (Kanada, Polen, Ungarn…..) die Duong Dien Bien Phu lang, am Militärmuseum vorbei und dann kreuzen wir wieder die Bahnlinie und entschließen uns einfach am Gleis lang zum Hauptbahnhof Hanoi zu laufen.

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Das geht gut, vorbei an vielen Häusern und diversen Bewohnern, aber kurz vor dem Bahnhof ist ein großes Metalltor und wir gehen einen Bogen außen rum zum Bahnhof. Wie halt ein Bahnhof so ist. Dafür, dass es der Hbf von Hanoi ist – ganz schön klein, und aufgeräumt. Vom Bahnhof geht’s weiter – quasi senkrecht weg die Pha Trang Huong Trao ins Französische Viertel. Hier gibt’s schon mal einen Neubau (Hochhaus) und viele wirklich schöne Häuser.Allerlei Institute, Verwaltung, irgendwann auch der Kulturpalast und Botschaften. Wir kehren in ein sehr nettes Cafe ein. Hier gibt es sogar richtigen Cappuccino. Ist zwar nicht so billig (40.000 Dong =1,50 Euro) aber gegen den Kaffe zum Frühstück schon toll.
Von hier nochmal links abbiegen, wieder Richtung See und zurück. Auf dem Weg kaufen wir einen Speicherchip für unsere Kamera 8MB für 445.000 Dong = 17 Euro. Das ist ok – wo doch schon bald unser erster Chip (4 MB) voll ist. Irgendwann entdecken wir einen Schreibwarenladen. Wir sind die ganze Zeit schon mit offenen Augen durch Hanoi gelaufen. Und auf einmal sind da gleich mehrere… Wir kaufen uns das Heft, in dem wir diese Aufzeichnungen gemacht haben. Am See angekommen, laufen wir auf der Ostseite nach oben und sehen wieder diverse Hochzeitspaare. (Später werden wir begreifen, dass das alles Models sind und die schönen Fotos für Zeitung / Werbung sind.)

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Irgendwie müssen die Vietnamesen Hochzeit machen lieben. Mir fallen immer wieder die Schaufenster mit den „traumhaften“ Brautkleidern auf. Und im Flugzeug in der Illustrierten sind auch sehr viele schöne Brautpaare…)
Wir machen Rast auf einer Bank und ich beginne mit unserem Tagebuch und genieße die Aussicht auf den See. Die Gegend südlich am See ist doch Stückchen aufgeräumter und netter und nicht ganz so beengt wie die Altstadt. Auf unsere Parkbank setzt sich eine Vietnamesin mit einem Bein zu uns und erzählt, dass sie arbeitslos ist und uns gern Bananen aus ihrer Tasche verkaufen will. Ich gebe ihr 10.000 Dong = 0,40 Euro und lasse mir eine Banane geben. Abends kehren wir nach ein paar Fotoversuchen am Wasserpuppentheater und an der beleuchteten roten Brücke in ein Restaurant „Thai-Express“ ein. Werner ist von seinem Thai Curry begeistert. Aber irgendwann muss man auch ins Bett, insbesondere wenn man am nächsten Tag schon um 8:00 Uhr abgeholt wird.

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