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Cast Away – Verschollen

Zuerst einmal wollen wir uns entschuldigen, das wir uns solange nicht gemeldet haben…NIIIICHT! Aber aufgrund einer außerordentlich wichtigen Mission, bestehend aus hardcore-chillen, mega-relaxen und zwischendurch auch ordentlich feiern sind wir einfach nicht zum Schreiben gekommen. Das wird sich nun ändern, während wir im Bus nach Bangkok sitzen, unsere letzte Station der 8-wöchigen Reise. Doch springen wir erstmal drei Wochen zurück, zurück nach Hanoi.

Beim letzten Mal hatten wir gerade die epische und einzig richtige Entscheidung getroffen, die teure und unter Sauftouristen bekannte Cast Away/Halong Bay-Tour zu machen. Eine Tour die über drei Tage geht, bei welcher man eine Nacht auf einem Boot und eine auf einer einsamen Insel verbringt. Wir hatten viel Gutes von dieser Tour gehört und warem dementsprechend euphorisch, als wir uns am nächsten Morgen in der Lobby sammelten. Wir 13-1erhielten einen ersten kleinen Dämpfer, als sich die Gruppenstärke am Ende auf 10 Leute einpendelte. Normalerweise umfasst diese mindestens 20, 30 oder sogar 40 Personen, was das Eskalationslevel natürlich automatisch in die Höhe treibt. Doch wenn wir eins auf dieser Reise gelernt hatten, war es Gelassenheit und Ruhe. Und das sich am Ende immer alles zum Guten wendet, mitunter auch unter unserer tatkräftigen Mithilfe und der Spirituosenauswahl im Shop an der Ecke. Da es ausdrücklich verboten war, eigene Getränke mitzubringen, hatten wir als logische Folge am Abend vorher drei Vodkaflaschen gekauft (was uns knapp 9€ kostete...huuiiii). Wir waren für alle Eventualitäten vorbereitet, let´s go.

Verantwortlich für die Betreuung der Partygruppe war Tiny, unser britischer Tour Guide (also der Aufpasser, der das Alkohollevel stetig bei mindestens 1,0 Promille halten würde). Tiny war ein geiler Typ, circa 2,05m groß, selber in Hanoi während seiner Backpacking-Reise hängengeblieben und natürlich absolut trinkerprobt (Engländer halt). Es ging zuerst einmal mit dem Bus zum Hafen, an dem uns dann ein kleines Transportboot abholte, welches uns dann auf unser Kabinenboot bringen sollte (dieses war für ca. 20 Personen gebaut). Angekommen auf dem Boot führte uns Tiny erst einmal in die Regeln für die folgenden Tage ein, jedoch nicht ohne vorher erst einmal eine gemeinschaftliche Bier-Shotgun-Runde durchzuführen. Das13-2 bedeutet jeder ext eine Dose Bier, egal ob Frau oder Mann. Die Regeln für die nächsten Tage gestalteten sich dann wie folgt:

1.)    Wenn jemand mit der rechten Hand ein Getränk trinkt und jemand ihn dabei erwischt und „Buffalo" ruft, muss der Trinkende sein Getränk leeren. Ohne Widerrede. Leert man das Getränk dann ausversehen nochmal mit der rechten Hand, folgt automatisch noch ein weiteres hinterher.

2.)    Wenn jemand „mein(s)“ oder „zehn“ sagt, muss er zehn Liegestütze, Sit-Ups oder eine Ähnliche Übung durchführen.

Regel eins klingt einleuchtend und sorgt dafür, die ganze Gruppe ordentlich abzufüllen. Regel zwei ist eine perfide Regel, die sich erst durch verstrickte Interaktion und Kommunikation wirklich entfaltet. Nebenbei gefragt...wessen Bier ist das eigentlich? „Meins“....Fuck. Ok Liegestütze. Wieviele nochmal? „Zehn“. Ahhhhhh, nicht schon wieder. Und so setzt sich das fort...nur schonmal soviel dazu...am Ende hatten wir nicht nur einen durch Alkohol zerstörten Körper wie sonst nach sechs Tagen Festival, sondern auch Muskelkater wie die Hölle. 

Danach stellte sich die Gruppe erstmal untereinander vor, was durch die Erzählung einer peinlichen/lustigen 13-3Geschichte aus eigenen Reisen erfolgen sollte. 

Ui das war was für uns, davon kennen wir ne Menge. Aber auch die Anderen legten gut los. Scheisse waren die alle offen...und da hatte jemand doch tatsächlich das volle Programm mit einem Ladyboy durchgezogen (100%...echt bitter). Na das konnte ja was werden haha. Noch einige weitere Bier und dann erfolgte erstmal das gemeinschaftliche Essen. Es gab wieder todesviel, zu jeder Mahlzeit. Geil! 

Auf das Trinken werde ich im Folgenden jetzt nicht jedes mal explizit eingehen, denn das begleitete uns ständig und bei jedweglichen Aktivitäten. Zuerst stand Kayak fahren auf dem Programm und mittlerweile befanden wir uns in einer atemberaubenden Insellandschaft aus Karstformationen (welche sich während der letzten 20 Mio Jahre entwickelt haben), wie man sie sonst nur aus Filmen kennt. Wir durchfuhren einige mit dem Kayak, auch durch einen Höhlendurchgang und stoppten in einer kleinen Bucht die umrahmt von Felsen war. Ein unvergesslicher Anblick. Anschließend durften wir noch von unserem großen Boot vom Oberdeck ins Wasser springen, während gleichzeitig Alkohol floss und Musik spielte. Freiheit pur. Der Gruppe wurde dann beim Abendessen eine kurze Pause gegönnt, bevor unser Partyguide Tiny das Volk mit diversen Trinkspielen bis an die Grenzen der Belastbarkeit brachte. Gläser auf ex trinken, Mischungen aus verschiedenen Alkoholarten und Kleidertausch waren die Standardprozeduren an diesem Abend.

Als alle in entsprechender Stimmung waren, wurde auf dem Bootsdeck in die Nacht13-4 getanzt, zu feinsten elektronischen Klängen. 

Irgendwann löste sich die Meute auf und verschwand in ihren Kabinen. Der Tagesplan auf der Tour lässt wenig Raum für Ausruhen, Trinken und Feiern ist hier ein Vollzeitjob. Um 7 gab es wieder Frühstück, bevor wir das Boot wechseln sollten, um von einem anderen Transportboot zu unserer privaten Insel gebracht zu werden. Dabei begegneten wir der Gruppe, die gerade die Insel verlassen hatte. Sie waren richtig im Arsch. Exzellente...das können wir auch schaffen. Das können wir noch steigern. Behilflich war dabei wieder Tiny, der erstmal eine Guten Morgen-Shotgun Runde durchführte.Mmmhhhhhhh. Bieeeeeeeeer. Nebenbei, ich habe noch eine weitere Fun-Regel vergessen. Man konnte Sätze oder Tätigkeiten anderer Mittrinker mit der Aussage „Copy“ kopieren, um ihn jederzeit mit dem Wort „Paste“ wieder dazu zu bringen sie auszuführen. Sehr amüsant. Vor allem wenn es Tätigkeiten sind wie die, das Kalle den Nippel unseres Sauf-Guides Tiny lutscht. Der Running-Gag für die Gruppe, die sich daran einfach nicht satt sehen konnte. Verständlicherweise. Als dieses Copy dann von einer unvorsichtigen Mitreisenden durch ein neues Copy überspielt wurde, lynchte die Gruppe sie fast.

Danach kamen wir endlich auf unserer Insel an und wir wurden nicht enttäuscht. Dieser Anblick und dieser Ort war 13-5definitiv einer der besten unserer ganzen Reise. Davon konnten uns auch weder die Gruppengröße oder der öfter mal einsetzende Regen abbringen. Es entstand eine Stimmung, bei der solche Faktoren alle keine Rolle mehr spielten. Es zählte das hier und jetzt, das Erleben und Aufsaugen aller Eindrücke und es gab keine negativen Gedanken mehr. Der Hammer. Auf der Insel lernten wir noch Party-Guide Nummer Zwei kennen, Shawn. Geiler Typ, genau wie Tiny. Sein Lieblingsmove war beim Wakeboarden in die Bucht einzufahren, das Halterungsseil loszulassen und mit dem restlichen Schwung bis auf den Strand zu gleiten...die Frauen fielen reihenweise um bei diesem Anblick. Nach der üblichen Begrüßungs-Shotgun-Runde, begannen die Inselspiele (den Zusammenhang zu Alkohol und Bier muss ich glaube nicht mehr erwähnen). Volleyball, Frisbee und weitere, aber in abgeänderten Variationen. Nach dem Mittagessen kam dann ein weiteres Highlight...Tubing. Im Halbrausch hinten auf einem Gummireifen mit drei weiteren Jungs hinter einem Speedboat hergezogen werden, während es einen über die selbst erzeugten Wellen schleudert. Unglaublich. Vor alle mit der Aussicht. Währenddessen noch seine Hose ausziehen...unbezahlbar.

Weitere Aktivitäte die wir dann noch betreiben konnten waren klettern und wakeboarden, wovon wir letzteres versuchten. Leider, es war ja auch das erste mal, noch mit mäßigem Erfolg. Aber Bier tröstete uns darüber ausreichend hinweg. Nachdem so der gesamte Tag13-6 verbracht wurde, waren wir natürlich dementsprechend kaputt als sich die Abendstunden näherten. Ein kleines Kartenspiel, bei dem der Verlierer das Vergnügen hatte sich nackt im Sand zu wälzen und dabei mit Bier übergossen zu werden, überbrückte die letzten Minuten bis zum Abendessen. Danach, vollgestopft mit Pommes und Chicken Wings, schien die gesamte Gruppe einen kleinen Durchhänger zu haben. Aber nichts da, auf dieser Tour wird gegen so etwas proaktiv vorgegangen...nicht umsonst werden die Tour-Guides fürs Trinken und Partymachen bezahlt. Also spielten wir „Hacienda“, das letzte Eskalations-Trinkspiel, bei dem jeder der Teilnehmer sechs Drinks brauchte, die während des Spiels gekillt wurden. Bei diversen Verstößen gegen die Regeln gab es auch den Mund randvoll gefüllt mit purem vietnamesischen Whiskey...definitiv kein Vergnügen und Harri holte sich (völlig unfreiwillig?) drei dieser Ekel-Riesen-Shots ab. Zu unserer Überraschung (oder auch nicht), fragten uns die beiden Rausch-Guides während des Spiels auch, ob wir nicht Interesse daran hätten den Job für eine Weile selber zu machen. Schon eine ziemlich geile Überlegung...bezahlt werden für das Leiten von exzessiven Trink- und Partyausflügen?! Und Schließlich haben wir der Welt soviel zu geben und mitzuteilen. Aber da es Zuhause so viel gibt, für das es sich zu bleiben lohnt, lehnten wir das Angebot einstimmig ab ;) War die Stimmung vor diesem Spiel noch eher mäßig, waren dann nach anderthalb Stunden alle Inselbewohner rattendicht und die Tische wurden aneinander geschoben, um angemessen 13-7auf dem so gebildeten Dancefloor abzuspacken. Wie schon so oft zuvor erlangte unser exzessiver Berliner Tanzstil mehr Aufmerksamkeit, als man es sonst von Zuhause gewöhnt ist. „You crazy Germans!“. Hatte es vielleicht auch was mit dem Spiderman-Kostüm oder den Frauenklamotten zu tun, die wir trugen? 

Nebenbei wurde übrigens immer noch fleißig „gebuffalot“ und gepumpt...noch merkten wir die Erschöpfung zum Glück nicht, wahrscheinlich aufgrund der örtlichen Betäubung(smittel). 

Das wir irgendwann nachts wieder badend im Meer landeten war ja quasi klar gewesen und das ist auch mit eine der letzten Dinge, die noch in Erinnerung sind. Das nächste ist ein kurzer Flashback, bei dem beide Helden in der falschen Schlafhütte aufwachen und dann in die richtige torkeln. Leider gab es keine Decken, was Harri dann später noch einmal dazu bewegte, die Insel abzusuchen. Fündig wurde er im Waschbereich, in dem er von der Wäscheleine ein großes T-Shirt und ein Handtuch abstauben konnte, mit denen er sich sein Nachtlager aufpimpte. Mal wieder ausreichende 3h geschlafen, ging es dann auch früh wieder aus den Betten, ein kurzes Frühstück und dann begrüßten wir schon das Transferboot, welches uns wieder zurück zum Kabinenboot und dieses uns dann zum Hafen bringen sollte. Auf der Fahrt wurden dann noch ein paar wehmütige Abschiedsbier mit Tiny getrunken...Mot Hai Bah...Yooooo! Lustig wurde es wieder als wir mit der neuen Reisgruppe das Boot tauschten und diese Kalle beäugten als wäre er ein Alien (lag dies vielleicht an der zerissenden Hose mit der er mitten auf dem Deck lag?). Am Ende gab es noch das rührselige Verabschieden, bei dem die anderen Gruppenmitglieder sich unter Anderem auch bei uns für die unentwegte Verrücktheit und Feierei bedankten. Kein Problem, wir nehmen unsere Berufung halt ernst. 13-8

Vietnam...Hanoi...Halong Bay...Tiny...Shawn...Reisegruppe...Danke! Dies war eines unserer besten Erlebnisse überhaupt...und das bezieht sich auf unser gesamten bisheriges Leben!

Damit brach dann auch der letzte Abend in Hanoi und somit Vietnam an, denn am nächsten Morgen sollte es zum Flughafen und nach Singapur gehen...wieder in eine komplett neue (und für 50% unseres Zwei-Mann-Abschusskommandos bereits bekannte) und aufregende Welt. 

Also dann bis später Jungs und Mädels...wir sehen und nächste Woche. Zuhause. In der richtigen Welt.

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Eine herzliche (SCHL)ANGElegenheit

Wir entschuldigen uns für das unregelmäßige Hochladen neuer Beiträge, aber wir hängen gerade total rum am Strand und haben ein Mangel an Foto´s. Den Grund werdet ihr jetzt erfahren. Außerdem wurde ein Artikel aus Mangel an Bildern übersprungen, er folgt demnächst....
Herzlich Willkommen liebe Freunde, Freundinnen (amerikanisch: girlfriends), Familienmitglieder (Danke Bobby für das Weitersagen), geneigte Leser und sonstige Folger (ja okay wir benutzen die Anglizismen, liebe Follower.... Franzosen würden das nie machen) zu einer weiteren Folge von: 2 Männer und ein halbes Herz. Wieso dieser Titel? Ihr werdet es später noch erfahren...

Nach der Erkundung der größten und schönsten Höhlen der Welt und dem folgendem Lethatag (uhh ein Neologismus, wer weiß was es heißt und wer weiß wann es im Duden steht?) stand die Bustour von Dong Hoi nach Hanoi an. Unsere Helden wollten diesmal schlau sein und buchten zwei Schlafbetten in der letzten Reihe, welche mutmaßlich ein vielfaches an Beinfreiheit bieten sollten, was auf dem Trip nach Dong Hoi bestätigt wurde. 12-1Leider rechnet ja niemand damit, dass der Reiseveranstalter neben den modernen Bussen auch 15 Jahre alte Vietnamesenkutschen mit Zustellbetten und zu wenig Bettzeug besitzt und damit sogar Touristen transportiert. So mussten sich Harri und Kalle durch vollgestellte Gänge, heraus- und herunterhängende Gliedmaßen (keine Glieder, auch wenn ihr das alle hören wollt) und den, durch einen mächtigen Latinapopo versperrten Zugang, zu unserer Schlafmuchte kämpfen. Diese bestand nicht wie sonst aus drei Betten oben und unten und einem Gang davor, sondern aus fünf Betten oben und unten sowie jeweils vier Betten davor. Im Endeffekt hier dies für uns: keine Beinfreiheit, dauerhafter schwitzender Hautkontakt zum Nebenmann, keine Liegemöglichkeit, da die Schlafsitze im 45° Winkel standen und nicht verstellbar waren. Egaaal, in neun von zehn Fällen sind wir die großen Gewinner im Bus und so konnten wir wenigstens auch einmal die Kehrseite der Medaille sehen und uns wie das gewöhnliche Touristenvolk fühlen. Also das Beste draus gemacht und den Schlaf in Löffelchenstellung mit dem Nebenmann gesucht. 

In Hanoi nach elf Stunden Fahrt und einigen abgewehrten Paarungs- bzw. Annährungsversuchen angekommen, wurden wir vor einem Hotel rausgeschmissen, in welchen wir nach unserem Hostel recherchierten. Dabei vergaß der bis dato glückliche und Nicht-allzu-dumme Reisende Harri sein I-Phone auf einem Tisch, während er den öffentlichen Computer benutzte. Nachdem er einige12-2 Minuten später zurückgerannt kam, war dieses bereits gemopst worden. Düdümm, geiler Start in diese neue Stadt. Nachdem Harri alle Passwörter geändert und alle Konten gesperrt hatte und Kalle aus seinem Vormittagsschläfchen erwacht war, wurde zunächst einmal die Stadt besichtigt und Informationen über die wohl spektakulärste Tour in Vietnam eingeholt, die Halong Bay Tour. Man war sich den ganzen Tag über nicht schlüssig, welche Form man buchen sollte. Steve präferierte eine Billigvariante, in der eine Partytour vorgetäuscht wurde, welche aber laut Zeugenaussagen eher ruhig war. Unser Hostel, das Hanoi Backpackers Hostel, bot die teure Variante aber mit absoluter Partygarantie an, die „Cast Away Tour". Vermutlich erfolgt an dieser Stelle ein Aufschrei zu Hause: „ist doch klar was ihr nehmt, keine Diskussion“ oder „Hahahahaha, als wenn ihr nicht die adäquateste aller Touren nehmt, guter Witz“, doch so einfach war die Sache nicht. Es sollte viel regnen die nächsten drei Tage (während denen man auf dem Boot bzw einer Insel sein würde )und der eklatante Geldunterschied von 70 Euro für mutmaßlich gleiche Leistungen war ein weiterer hemmender Faktor. Nun gut, die Entscheidung wurde auf den Abend vertagt, wahrscheinlich würden drei Bierchen sowieso bei der Entscheidungsfindung helfen. Nach der kleinen Stadtbesichtigung kamen wir zurück ins Hostel und wurden sogleich von Steve mit der Nachricht überfallen, er gehe jetzt Kobra essen. Hmm hört sich doch eigentlich ganz lustig an, dachten wir und schlossen uns der kleinen Gruppe an. Mit dem Taxi ging es zu siebt vor 12-3die Tore der Stadt auf eine Schlangenfarm. Begrüßt wurden wir von einer niedlichen Würgeschlange, mit welcher eine ordentliche Fotosession abgehalten wurde, natürlich inklusive: anfassen, streicheln, um den Hals legen und so banalen Dingen wie: unters Shirt kriechen lassen, in der Unterhose mit Shen Long vergleichen, rummachen oder den Kopf der Schlange in den eigenen Mund nehmen. Nachdem wir uns nun schon mit Black Mambi angefreundet hatten und Kalle anfing auf Parsel mit ihr über den geschmacklichen Unterschied zwischen Ratte und Maus zu debattieren, dachten wir, die kleine Spielschlange wird nun gegen die zu essende Schlange ausgetauscht. Doch falsch gedacht. Wir wurden am Tisch postiert und vor unseren Augen setzte der Koch sein Messer an und schnitt ihr bei lebendigen Leib das schlagende Herz heraus. Geeeeeiiiiel. Das Blut wurde aufgefangen und Blood Mambi zuckte ein letztes Mal, während ihr Herz neben ihr immer langsamer schlug. Einzeln auf einem Teller liegend wohlgemerkt. Als wenn das nicht genug wäre, kam kurz darauf unsere nächste Bestellung herangezischt: eine 1,5m lange Kobra, welche ganz und gar nicht so friedlich wie Blood Mambi war. Kurz dachte Kalle wieder ans rummachen (wir sind doch Abenteurer und keine Touristen), doch vergaß er diesen Gedanken ganz schnell wieder, als der Koch das Gift aus ihren Zähnen spritzen ließ. Nach der Desinfektion des Messers mit Hochprozentigem, erfolgte dann die gleiche Prozedur wie bei unserem Spielfreund. Nun schlugen zwei Herzen auf dem Teller. Wir setzen uns an unseren Tisch und warteten auf die sieben Schlangengerichte, welche nun für uns zubereitet wurden. Um den Appetit anzuregen, trank man zunächst erst einmal einen Kurzen aus Schlangeblut und Reiswein. Bis auf den Reiswein eigentlich ganz lecker. Anschließend erfolgte eines der Highlights des Tages: das Exen eines Reisweins mit einer herzlichen Zugabe des Chefkochs. Einer der Gruppe, ein Tourguide, der neue Touristenattraktionen erkunden sollte, bekam das Kobraherz während sich Steve und Kalle Mambis Herz teilten. Mot...Hai...Bah.....Yoooo und runter damit. Kalle trank es, als wäre es ein gewöhnlicher Shot mit einer verirrten Spinne drin, aber Steve bekam das Würgen. Im Endeffekt hatten wir nun aber alle drei Schlangenherz in unseren Mägen und warteten nun auf die versprochene Viagrawirkung. Anscheinend stimulierte das Blut ihrer Brüder unsere Schlangen nicht so wie erwartet und so wandten wir uns den Gerichten zu. Schlangenrippchen, -innereien, -frühlingsrollen und –leberragout erfreuten unsere Gaumen und als Absacker gab es noch einmal einen Reiswein-Magensaft?-Shot. Nach diesem, im Nachhinein betrachtet, ganz und gar nicht alltäglichen Erlebnis fuhren wir mit einem kribbeln im Bauch zurück zum Hostel. 

Dort angekommen ging die Frage, welche Tour zu absolvieren sei, in die entscheidende Runde. Nach einem Bericht unserer Zimmergenossin und Partykönigin Tari, manifestierte sich der Gedanke auf Geld zu scheißen und wenn es schon regnet, dabei wenigstens endlos Party zu machen. Nach dem Pubquiz, ein paar Bierchen und einer komplett chaotischen Alkoholbeschaffungs- und Bezahlungsphase stand es dann endgültig fest, wir machen das, wozu wir geboren wurden: Legenden schaffen, Rekorde brechen, alles und jeden unter den Tisch trinken und uns als permanter Gedanke in die Köpfe der härtesten Partyguides brennen. Yes we can, wir machen die „Cast Away Tour“. Wie dieser äußerst erholsame Kulturtrip in die Welt der 2000 Felsinseln mit ornitholigischen Tätigkeiten und dem Stricken von Pullovern verbracht wurde, erfahrt ihr beim nächsten mal.

Bis dahin wünschen wir euch eine herzliche Zeit und gönnt euch mal ein bisschen Schlangeblut, falls es im Bett nicht mehr so gut läuft. Boa Constrictor soll da helfen. 



Ciao

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Vulkanausbruch. Das Chaos in drei Akten

Prolog

Werte Leser. In der letzten Folge befanden sich unsere Helden in der äußerst komfortablen Situation einer familienähnlichen Atmosphäre und ausreichenden Mengen an Nahrung und Erholung. Um auf diesem Trip nichts einreißen zu lassen, hatte sich der Gott des Alkohols (im Volksmund auch Fürst Uranov, der meist eine Goldkrone trägt, genannt) nun ein weiteres makaberes Spiel für die beiden noch ahnungslosen Missionare der gesunden Lebensweise ausgedacht. Die nur einen einzigen Fehler begingen...aber einen Großen...sie vergaßen ihre "Drinking Hats" (kleiner Feigling-Sauf-Caps) zu tragen.

Erster Akt: Die innere Stimme

Nichtsahnend und wohlgelaunt verließen sie den Jungle Beach, Mekka des Rumpimmelns und Himmel der Chillaxer, um sich mit dem Nachtbus auf die Reise nach Hoi An zu machen. Die Reise bestritten sie weiterhin mit tag11-1der zusammengewürfelten Reisegruppe, bestehend aus Steve, Emily und Helen. Hoi An...Hoi An...was würde sie dort erwarten? Nach einer zermürbenden Busfahrt, die um 7.30 am Morgen endete, landete man schließlich im Sunflower Hotel. Hotel? Was wollen wir eigentlich hier? Harri und Kalle hatten sich mal wieder freestylemäßig um nichts gekümmert...aber die Anderen hatten für uns mitreserviert. Die Bezeichnung Hotel ist jedoch nicht ganz passend, ist dieser Ort doch der Backpacker Treffpunkt schlechthin in der Stadt. Den Gerüchten zufolge sollte sich hier am Abend das trinkwütige Volk sammeln, um dann gemeinsam zum Club zu ziehen.....WHAAAAAAAAAAAAATT?!? Geil! Die Puzzleteile fügten sich also allmählich zusammen. 

Doch erst einmal wurde das neue, zum Sieger der Frühstücke gekrönte Mahl genossen. All-you-can-eat-Breakfast, welches im Zimmerpreis von 9$ enthalten war...Nom Nom! Weiterhin im Chillkrötenmodus, kroch man danach erstmal 10m weiter bis zum Pool, um sich dort gepflegt und mit voller Wampe niederzulassen. Schon konnten wir das unterschwellige Mantra und das Flüstern der Stimmen hören...betrinkt eeeeeuuuuchhhhh....! Nach ausreichender Erholung und Verdauung, beschloss man sich Fahrräder auszuleihen (Boah was, für 24h ausleihen müssen wir ganze 75 Cent bezahlen...Frechheit!) und zum Strand zu fahren. Dort angekommen, schwang sich wieder ein jeder niedriger Kioskbesitzer zum Herrscher über den vietnamesischen Grundbesitz auf, als sie uns partout nur das Fahrrad dort abstellen lassen wollten, wenn wir auch bei Ihnen einkaufen. Trotzig wie eh und je, sahen wirtag11-2 es gar nicht ein, ganze 25Cent für eine Flasche Wasser zu verschwenden und schritten einfach so zum Strand. Ein Teil der Gruppe erlag dennoch der Aufforderung (ok vielleicht hatten sie auch einfach Durst bei dauerhaftem tropischen Wetter). Der Rückweg führte uns dann durch beschauliche Sieldungsgebiete der Stadteinwohner, bevor es zurück zu unserem Hotel ging. Und da hörten wir sie wieder...die Stimmen...Betrinkt euuuuuuccchhhhhhhhh....Loooooooooosssssss!

Doch noch blieben wir entspannt, schließlich hatten wir noch eine weitere, an harte Arbeit grenzende Arbeit zu erledigen: Sich Anzüge zu einem Spottpreis maßschneidern lassen, für den man in Europa sonst nur die linke Arschbacke des Schneiders begutachten dürfte. Nach detaillierter und wohlüberlegter Auswahl und gründlichem Vermessen, war die Wahl der beiden asiatischen Arschwalforscher dann letztendlich gefallen. Mister Regenbogen persönlich, Kalle Kolumbus, wird euch Zuhause noch definitiv modisch überraschen können. Also Jungs und Mädels...bald ist edel feiern angesagt (Matrix oder Flirt?)! 

Wir beendeten diesen Abend dann mit einem gemütlichen Dinner, gutem asiatischen Curry (oh that´s so spicy!) und so einer Ahnung beim Einschlafen, das die nächste Nacht das Potential haben könnte, die 100%-Blackout-tag11-3Nacht zu werden.

Zweiter Akt: Folge der Stimme

An nächsten Morgen, nach einer weiteren Erhöhung des Bauchumfangs um 20cm, besichtigten wir noch die Altstadt von Hoi An, welche ein offizielles Weltkulturerbe ist. Harri war etwas unzufrieden mit dem Ticketpreis (6$?....für 6$ bekomme ich ja locker ne Flasche Vodka und ne Cola dazu...Frechheit!), doch letztendlich war es ein lohnenswerter Besuch, bei dem Kalle auch endlich Shorts mit genug,....nennen wir es Bewegungsfreiheit, bekam. Danach noch schnell die neuen Anzüge und 2-3 weiteren netten Neuerwerbungen abgeholt und es konnte beginnen. Die Stimmen waren wieder da....Trinkeeeeeeeeeeeeeeeeen! Ok, alle Aufgaben erledigt, die Stimme ist zu stark, zu verlockend. Wir folgen dir! Wir ließen uns während der Paketaufgabe (wir schleppen den Scheiss doch nicht mit uns rum...HALLLO?!) bereits Bier von den Angestellten des Schneidereiladens besorgen, da diese es als Einheimische günstiger bekamen (Bierfüchse on Tour hihi). Wir durften schließlich keine Zeit unseres Rauschabends vergeuden. Es war ja auch schon 17 Uhr. 

Der weitere Teil der Geschichte wird sich jetzt auf die Party im stadtbekannten Club Volcano fokussieren, da diese einfach detailliert rübergebracht werden muss. Soweit das geht. Denn unsere Helden haben, was den actionreichen Part angeht, nur einen schwarzen Schleier vor Augen. Sei es drum. Es hat jedoch Folgen für die Erzählweise, die deshalb im Folgenden als kleine, romanähnliche Story folgt.

Vorhang auf. 

Vierter Akt: Der Morgen danach, oder auch: Warum der dritte Akt im Dunkeln bleibt

Bewegung im Bett. Kalle räuspert sich. Hustet. Schwingt den Helikopterpenis. Langsam öffnen sich die Augen „Auaaaaaaaaa...Kopfschmerzen". Egal...aufwachen, das Todesfrühstück wartet. „Hi Leute was los, alles klar?“. Der Rest liegt auch noch im Bett. „Ja alles easy...bei dir anscheinend auch“. Ok ich weiß nichts mehr, aber alles scheint softe. Ab zum Frühstück. Sehen alle ganz schön fertig aus...aber warum tuscheln die alle so? Wie siehts aus mit meinen Leuten? Hm, benehmen sich auch etwas komisch. Fast so ein Blick, als gibt es da noch ne Story von letzter Nacht. Naja, erstmal Essen. 

Emily eröffnet das Wort am Tisch. „Na Phil, was weißt du noch von gestern“?. Phil fasst zusammen: „Ja also wir haben uns betrunken wie die hölle, vorher schon im hotel mit den ganzen leuten. das war geil. oh und das bier so günstig beim essen gehen vorher. haha und wisst ihr noch, das wir mit 20 leuten aufgebrochen sind, aber sich die gruppe immer mehr geteilt hat da alle zu faul zum laufen waren? egal, am ende waren ja alle wieder da. Oh man und dann im volcano...ok es war recht leer. aber verfickt nochmal nur 4$ für flatratesaufen die ganze nacht? ist doch der hammer. vodka redbull...vodka cola...wir haben die bühne gestürmt und den laden gerockt. joa...äähhhhh...und halt gefeiert...und so...ja irgendwie weiß ich ab da gar nichts mehr. war was?“

Die Blicke am Tisch schwanken zwischen amüsiert und belehrend. Blicke richten sich auf Harri, welcher in solchen Fällen normalerweise Kalle erzählt was passiert ist. Normalerweise fügen so beide wie bei einem Tetrisspiel die betrunkenen Erinnerungen zusammen. Doch dieses mal ist es anders, Harri schweigt. Er weiß nichts. Dort ist nur schwarz. Ist das schlimm?

Steve ergreift das Wort. „Auch Harri wird nichts wissen, denn zu dem zeitpunkt der ereignisse, lag er bereits ausgeknockt durch den komarausch auf dem tisch“. Für Harri ergibt das Sinn...er hat schließlich jeder Vorsicht fallen lassen und alles durcheinander getrunken was nur ging. Steve erzählt weiter. „Also Kalle, du erinnerst dich noch an die tür zur frauentoilette? so eine Art zweiteilige salontür aus holz, mit einem unteren und oberen ende zum aufschwingen? Genau die. Ja also die hast du zerschreddert. warum fragst du? nun, du kamst nicht mehr aus der frauentoilette heraus, vielleicht, weil du zu betrunken warst, man weiß es nicht. dann krachte es laut, die tür fiel aus den angeln und du standest dümmlich grinsend da wie ein hamster auf haschisch. aber weißt du, der besitzer, der mochte das nicht. er packte dich an der kehle und in deinem versuch dich zu befreien hast du ihm eine verpasst. er wurde wütend. nein. er war wütend. jetzt wurde er rasend. er ging zur bar und griff eine eisenstange, mit der er schwingend auf dich zulief.“ 

Offene Münder und aufgerissene Augen der Beiden sind als Reaktionsbeschreibung auf diese Ausführungen wohl ausreichend. Steve fährt fort.

„Ja und dann ging ich dazwischen, blockierte den eingang zur toilette in der du noch immer warst und hielt ihn auf. dort drinne warst du wenigstens sicher. Doch er wollte nicht aufhören. Er ging wieder zur bar, denn die eistenstange brachte ihn nicht so recht weiter. du warst immer noch im toilettenbereich, du warst laut, du hast geschrien, du hast getreten. emily kam auch dazu, als der clubbesitzer, dieser kleine asiate, doch tatsächlich ein samuraischwert-ähnliches langmesser herausholte. oh fuck. er fixierte dich und die tür und kam wieder. emily schrie und nun standen wir beide zwischen dem wildgewordenen clubbesitzer, der dich mit dem schwert bedrohen wollte. wir handelten, preise wurden genannt und wir konnten uns einigen bevor es weiter eskalierte. 40$. der Preis für deine Freiheit und die tür. doch du hattest natürlich nicht mehr soviel kohle. emily legte dazu. es reichte immer noch nicht. die rettung war harri, der irgendwo seelenruhig währenddessen im club auf einem tisch eingekomert war. wir zogen auch ihm das letzte geld aus der tasche und konnten dich freikaufen. danach hieß es nur noch: raus hier! du warst nicht hundertprozentig bereit dazu, was du durch weitere tritte gegen barhocker und den billardtisch ausdrücktest. redefunktion schien eingeschränkt zu sein“.

Kalle und Harri kamen gar nicht mehr klar...was für eine Scheisse? Ist das eurer Ernst. Ach du Kacke. Es war schwer zu realisieren, wenn man jeweils das 100%-Blackoutlevel erreicht hatte (Innerlich beglückwünschten sie sich dazu natürlich bereits), was dort wirklich geschehen war. Nicht einmal ein einziger Flashback, der normalerweise bei den krassesten Aktionen dabei ist, kam in diesem Fall beim Erzählen auf. Ein neues Level wurde erreicht. Denitiv.

Emily fügte noch etwas hinzu. „Ja und wir haben auch kein taxi auf dem heimweg bekommen...denn jedesmal wenn einer angehalten hat, hast du es mit wenigen worten geschafft sie sofort aggressiv werden zu lassen. du warst total außer kontrolle. aber wir hatten trotzdem eine geile nacht“

Epilog

War das alles echt passiert. Krass. Irgendwie unwirklich, aber es stimmte tatsächlich. Während des Frühstücks befragten die beiden Vertreter der Bierflaschenleerungsvereinigung noch weitere Gäste, die ebenfalls das Volcano gestern mit der Gruppe besucht hatten. Sie konnten die Geschehnisse bestätigen (Auch wenn sie alle noch rote Augen und Alkohlolatem hatten). Ok, kein Problem. Im Endeffekt war ja nichts passiert, außer das etwas Geld draufgegangen war. Reisen beinhaltet nunmal auch Risiken. „Mot..Hai...bah...yoooo!“. Unser neues Asienmotto. 

Übrigens waren die Kameradisplays fast so schwarz wie unsere Erinnerungen...es gibt daher nicht viele Bilder ;)

Lesen Sie auch...

...In der nächsten Geschichte der beiden Fürsten der freudigen Erlebnisse, wird es in zum Teil unerforschte, riesige Höhlen gehen. Es wird eine Geschichte fürs Auge, aber auch eine Vorbereitung auf das Ende unserer Vietnamreise in Hanoi. Der letzten Station. Dem Grande Finale, welches würdiger kaum sein könnte (und natürlich mit Drinking Hats).

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Welcome to the Jungleeeee

Die Booze Cruise wurde knapp überlebt, und so ging es am nächsten Morgen schon wieder weiter. Zeit ist ein knappes Gut und es gibt soviel zu sehen, deshalb heben wir uns das Hardcore-chillen für Thailand am Ende des Trips auf. Mit den Anderen unserer kleinen Reisegruppe (Steve, Emily, Helen) fuhren wir im Minivan circa 60Km nach Norden, zu einem der schönsten und privatesten Orte in ganz Vietnam...Jungle Beach.

Nachdem wir auf der Fahrt einige male Slalom durch die Massen an Kühen gefahren waren, erreichten wir letztendlich das Jungle Beach Resort. Dieses beherbergt im Durchschnitt maximal 15 Leute und bietet somit eine sehr familiäre Atmosphäre, unterstützt durch den Besitzer und die zwei vietnamesischen Familien, die dort arbeiten. Die Kosten für dieses Erlebnis waren 30US$ pro Person, welche all-inclusive bedeuteten, ausgenommen alkoholische Getränke. Diese hatten wir uns natürlich vorsorglich mitgenommen, da wir wissen wie der Hase läuft (Erfahrung zahlt sich aus). Wir wurden vom Besitzer Emilio dann tag10-1durch das überschaubare Resort geführt und durften uns unsere Hütte aussuchen. 

Da sahen wir sie...imposant erstreckte sie sich aus den Palmenblättern und offenbarte hinter sich einen der besten Strände, an denen wir je gewesen waren. Unsere Hütte. Es war sofort klar das wir in den oberen Zimmern mit Meerblick schlafen würden, wo uns das rauschen des Meeres (zusammen mit unserem Alkoholrausch) sanft in den Schlaf wiegen würde. Geil! Kurz ausgepackt, dann war es Zeit für das Mittagessen. Alle saßen zusammen an der großen Essenstafel und wir gönnten uns richtig. Das Essen ist sehr großzügig bemessen, so das man viel Essen kann und immer satt wird. Typisch asiatisch wurden viele Schüsseln und Teller mit Gerichten auf dem ganzen Tisch verteilt und man konnte überall hinlangen und sich weiter aufladen. Entsprechend dazu liefen die Angestellten immer wieder um den Tisch und füllten dir Zitronenwasser und neuen Reis nach. Dennoch stellten wir die Verantwortlichen ein aufs andere mal auf die Probe, da wir zusammen mit Steve einfach endlos weiterfraßen, bis auch das letzte bisschen von allen Tellern getilgt war.

Danach äußerst befriedigt, wandten wir uns unserer Haupttätigkeit für den Tag zu...am Strand chillen und im Wasser rumpimmeln. 50m breit, 3Km lang, tag10-2menschenleer und umsäumt von Bergen bewachsen mit dichtem Dschungel...es war paradiesisch. Im klaren Wasser konnten wir auch schnorcheln und in der Felsformation nebenan tummelten sich die Krabben.

So verbrachten wir den Tag, bis Steve um 16 Uhr einfiel, das wir ja 3 Flaschen Hartsuff dabei haben. Ok ok. Fangen wir mit dem Trinken an. Gemütlich nuckelten wir die erste Flasche fast alle, bis erstmal Dinner angesagt war. Begleitet wurden wir im Resort und am Strand meist von den ansässigen Hunden, welche das Resort „bewachen" und mit den Bewohnern chillen. Nach dem Abendbrot wurde weiter am Tisch geblieben und Shithead gespielt (ein relativ simples, aber gut passendes Kartenspiel für viele und trinkende Leute). Neben uns die Vodkaflasche im Eiskübel..ja so schmecken auch 3€ sehr königlich. Das Volk wurde langsam aktiver und beschwingt und wir überredeten einige der anderen Anwesenden auch zu trinken und sich uns später anzuschließen, wenn wir ein delikates Lagerfeuer der Extraklasse am Strand starten würden.

Gut, es gab noch einige Hindernisse zu überwinden. Die Asiaten verstehen sich nicht so sehr aufs Feuer machen und brachten größteilteils trockene Palmblätter und ein Paar Bambusstäbe, die zwar das Feuer sehr gut entfachen würden, aber auf lange Zeit einfach zu schwach sein würden. Also was tun? Kopflampe auf, fachmännischer Blick tag10-3und bestimmter Ton, und ab ging es mit den Mitarbeitern des Resorts auf Streiftour um den guten Shit zu finden. Deshalb sind wir deutschen so bekannte Ingenieure. Gesagt getan, einige dicke Holzscheite später und das Feuer war gesichert. Zumindest von außen, für das innere sorgten wir indem wir auch die dritte mitgebrachte Flasche leerten. Wir fühlten uns gut, Geschichten wurden erzählt und dann war es mal wieder Zeit für Naturphänomene. Klamotten aus und ab ins Wasser, den das Plankton wollte wieder leuchten. Durchs Wasser gesprintet fühlte man sich mit leuchtenden Beinen wie ein dreifacher Super-Sayajin, was für uns quasi wie ein Ausflug in den Himmel war. Shen Long war auch da...oder waren es doch nur die Nebenwirkungen des männlichen Nacktbadens, die vermuten ließen das sich ein längliches Tier manchmal im Wasser schlängelte..?!

Wieder am Lagerfeuer wurden weiterhin Geschichten erzählt und Kalle probte schon mal für seine Berufung zum betrunkenen Geschichtslehrer. Die Zukunft des Landes und der Bildung ist gesichert! Doch dann, Die Flaschen waren alle...verdammt! Ok, lasst uns noch eine kaufen...es lohnt sich. Dieser letzte Streich war dann der Absch(l)uss. Die akquirierten anderen Bewohner gingen ins Bett, Steve ging krachen, es wurde fast ein Liegestuhl verfeuert, Helen schleppte sich ins Bett, Kalle schlief einfach am Strand ein (auch zum pinkeln blieb er einfach seitlich liegen). Um 2.30 war dann auch das Holz nahezutag10-4 verfeuert und die letzten Mohikaner verließen das Lager. 

Am nächsten Morgen erwachten die beiden Suffköpfe Harri und Kalle und erblickten durch das provisorische Hüttenfenster, wie die rotglühende Sonne am Meereshorizont aufstieg. Atemberaubend. Wir hatten natürlich keinen Wecker gestellt, sondern Kalle musste pinkeln und wachte deshalb auf...das altbekannte Glück der Betrunkenen hatte wieder zugeschlagen. Der Anblick war es definitiv wert! Das nächste mal erwachte Harri um 9.30, gerade noch rechtzeitig um die anderen Rauschis zu wecken und das inbegriffene Frühstück abzustauben. Der Rest des dann noch sehr jungen Tages bestand wieder aus chillaxen am Strand, Fussball und Frisbee spielen sowie ein paar vernünftigen und wohlgeplanten Toilettengängen (Ahhhhhhh...schnell schnell schnell). Über den Tag verteilt wurden natürlich auch weitere große Mengen an Futter verspeist, bevor dann nach dem letzten gemeinsamen Dinner der Aufbruch startete.

Es gab eine rührende Verabschiedung und dann verließen wir das Resort um zum Nachtbus zu gelangen, der uns nach Hoi An (nicht mit Hanoi zu verwechseln) bringen sollte. 

Eine Stadt, die für das Maßschneidern von Kleidung bekannt ist.

tag10-5Eine Stadt, in der man für 4$ Flatratesaufen kann. 

Eine Stadt, in der dann endgültig das Blackout-Level von 100% geknackt werden würde

...die Leser dürfen also gespannt sein, denn diese Story wird richtig heftig!

tag10-6

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