Menu

 Anzeige

Eine herzliche (SCHL)ANGElegenheit

Wir entschuldigen uns für das unregelmäßige Hochladen neuer Beiträge, aber wir hängen gerade total rum am Strand und haben ein Mangel an Foto´s. Den Grund werdet ihr jetzt erfahren. Außerdem wurde ein Artikel aus Mangel an Bildern übersprungen, er folgt demnächst....
Herzlich Willkommen liebe Freunde, Freundinnen (amerikanisch: girlfriends), Familienmitglieder (Danke Bobby für das Weitersagen), geneigte Leser und sonstige Folger (ja okay wir benutzen die Anglizismen, liebe Follower.... Franzosen würden das nie machen) zu einer weiteren Folge von: 2 Männer und ein halbes Herz. Wieso dieser Titel? Ihr werdet es später noch erfahren...

Nach der Erkundung der größten und schönsten Höhlen der Welt und dem folgendem Lethatag (uhh ein Neologismus, wer weiß was es heißt und wer weiß wann es im Duden steht?) stand die Bustour von Dong Hoi nach Hanoi an. Unsere Helden wollten diesmal schlau sein und buchten zwei Schlafbetten in der letzten Reihe, welche mutmaßlich ein vielfaches an Beinfreiheit bieten sollten, was auf dem Trip nach Dong Hoi bestätigt wurde. 12-1Leider rechnet ja niemand damit, dass der Reiseveranstalter neben den modernen Bussen auch 15 Jahre alte Vietnamesenkutschen mit Zustellbetten und zu wenig Bettzeug besitzt und damit sogar Touristen transportiert. So mussten sich Harri und Kalle durch vollgestellte Gänge, heraus- und herunterhängende Gliedmaßen (keine Glieder, auch wenn ihr das alle hören wollt) und den, durch einen mächtigen Latinapopo versperrten Zugang, zu unserer Schlafmuchte kämpfen. Diese bestand nicht wie sonst aus drei Betten oben und unten und einem Gang davor, sondern aus fünf Betten oben und unten sowie jeweils vier Betten davor. Im Endeffekt hier dies für uns: keine Beinfreiheit, dauerhafter schwitzender Hautkontakt zum Nebenmann, keine Liegemöglichkeit, da die Schlafsitze im 45° Winkel standen und nicht verstellbar waren. Egaaal, in neun von zehn Fällen sind wir die großen Gewinner im Bus und so konnten wir wenigstens auch einmal die Kehrseite der Medaille sehen und uns wie das gewöhnliche Touristenvolk fühlen. Also das Beste draus gemacht und den Schlaf in Löffelchenstellung mit dem Nebenmann gesucht. 

In Hanoi nach elf Stunden Fahrt und einigen abgewehrten Paarungs- bzw. Annährungsversuchen angekommen, wurden wir vor einem Hotel rausgeschmissen, in welchen wir nach unserem Hostel recherchierten. Dabei vergaß der bis dato glückliche und Nicht-allzu-dumme Reisende Harri sein I-Phone auf einem Tisch, während er den öffentlichen Computer benutzte. Nachdem er einige12-2 Minuten später zurückgerannt kam, war dieses bereits gemopst worden. Düdümm, geiler Start in diese neue Stadt. Nachdem Harri alle Passwörter geändert und alle Konten gesperrt hatte und Kalle aus seinem Vormittagsschläfchen erwacht war, wurde zunächst einmal die Stadt besichtigt und Informationen über die wohl spektakulärste Tour in Vietnam eingeholt, die Halong Bay Tour. Man war sich den ganzen Tag über nicht schlüssig, welche Form man buchen sollte. Steve präferierte eine Billigvariante, in der eine Partytour vorgetäuscht wurde, welche aber laut Zeugenaussagen eher ruhig war. Unser Hostel, das Hanoi Backpackers Hostel, bot die teure Variante aber mit absoluter Partygarantie an, die „Cast Away Tour". Vermutlich erfolgt an dieser Stelle ein Aufschrei zu Hause: „ist doch klar was ihr nehmt, keine Diskussion“ oder „Hahahahaha, als wenn ihr nicht die adäquateste aller Touren nehmt, guter Witz“, doch so einfach war die Sache nicht. Es sollte viel regnen die nächsten drei Tage (während denen man auf dem Boot bzw einer Insel sein würde )und der eklatante Geldunterschied von 70 Euro für mutmaßlich gleiche Leistungen war ein weiterer hemmender Faktor. Nun gut, die Entscheidung wurde auf den Abend vertagt, wahrscheinlich würden drei Bierchen sowieso bei der Entscheidungsfindung helfen. Nach der kleinen Stadtbesichtigung kamen wir zurück ins Hostel und wurden sogleich von Steve mit der Nachricht überfallen, er gehe jetzt Kobra essen. Hmm hört sich doch eigentlich ganz lustig an, dachten wir und schlossen uns der kleinen Gruppe an. Mit dem Taxi ging es zu siebt vor 12-3die Tore der Stadt auf eine Schlangenfarm. Begrüßt wurden wir von einer niedlichen Würgeschlange, mit welcher eine ordentliche Fotosession abgehalten wurde, natürlich inklusive: anfassen, streicheln, um den Hals legen und so banalen Dingen wie: unters Shirt kriechen lassen, in der Unterhose mit Shen Long vergleichen, rummachen oder den Kopf der Schlange in den eigenen Mund nehmen. Nachdem wir uns nun schon mit Black Mambi angefreundet hatten und Kalle anfing auf Parsel mit ihr über den geschmacklichen Unterschied zwischen Ratte und Maus zu debattieren, dachten wir, die kleine Spielschlange wird nun gegen die zu essende Schlange ausgetauscht. Doch falsch gedacht. Wir wurden am Tisch postiert und vor unseren Augen setzte der Koch sein Messer an und schnitt ihr bei lebendigen Leib das schlagende Herz heraus. Geeeeeiiiiel. Das Blut wurde aufgefangen und Blood Mambi zuckte ein letztes Mal, während ihr Herz neben ihr immer langsamer schlug. Einzeln auf einem Teller liegend wohlgemerkt. Als wenn das nicht genug wäre, kam kurz darauf unsere nächste Bestellung herangezischt: eine 1,5m lange Kobra, welche ganz und gar nicht so friedlich wie Blood Mambi war. Kurz dachte Kalle wieder ans rummachen (wir sind doch Abenteurer und keine Touristen), doch vergaß er diesen Gedanken ganz schnell wieder, als der Koch das Gift aus ihren Zähnen spritzen ließ. Nach der Desinfektion des Messers mit Hochprozentigem, erfolgte dann die gleiche Prozedur wie bei unserem Spielfreund. Nun schlugen zwei Herzen auf dem Teller. Wir setzen uns an unseren Tisch und warteten auf die sieben Schlangengerichte, welche nun für uns zubereitet wurden. Um den Appetit anzuregen, trank man zunächst erst einmal einen Kurzen aus Schlangeblut und Reiswein. Bis auf den Reiswein eigentlich ganz lecker. Anschließend erfolgte eines der Highlights des Tages: das Exen eines Reisweins mit einer herzlichen Zugabe des Chefkochs. Einer der Gruppe, ein Tourguide, der neue Touristenattraktionen erkunden sollte, bekam das Kobraherz während sich Steve und Kalle Mambis Herz teilten. Mot...Hai...Bah.....Yoooo und runter damit. Kalle trank es, als wäre es ein gewöhnlicher Shot mit einer verirrten Spinne drin, aber Steve bekam das Würgen. Im Endeffekt hatten wir nun aber alle drei Schlangenherz in unseren Mägen und warteten nun auf die versprochene Viagrawirkung. Anscheinend stimulierte das Blut ihrer Brüder unsere Schlangen nicht so wie erwartet und so wandten wir uns den Gerichten zu. Schlangenrippchen, -innereien, -frühlingsrollen und –leberragout erfreuten unsere Gaumen und als Absacker gab es noch einmal einen Reiswein-Magensaft?-Shot. Nach diesem, im Nachhinein betrachtet, ganz und gar nicht alltäglichen Erlebnis fuhren wir mit einem kribbeln im Bauch zurück zum Hostel. 

Dort angekommen ging die Frage, welche Tour zu absolvieren sei, in die entscheidende Runde. Nach einem Bericht unserer Zimmergenossin und Partykönigin Tari, manifestierte sich der Gedanke auf Geld zu scheißen und wenn es schon regnet, dabei wenigstens endlos Party zu machen. Nach dem Pubquiz, ein paar Bierchen und einer komplett chaotischen Alkoholbeschaffungs- und Bezahlungsphase stand es dann endgültig fest, wir machen das, wozu wir geboren wurden: Legenden schaffen, Rekorde brechen, alles und jeden unter den Tisch trinken und uns als permanter Gedanke in die Köpfe der härtesten Partyguides brennen. Yes we can, wir machen die „Cast Away Tour“. Wie dieser äußerst erholsame Kulturtrip in die Welt der 2000 Felsinseln mit ornitholigischen Tätigkeiten und dem Stricken von Pullovern verbracht wurde, erfahrt ihr beim nächsten mal.

Bis dahin wünschen wir euch eine herzliche Zeit und gönnt euch mal ein bisschen Schlangeblut, falls es im Bett nicht mehr so gut läuft. Boa Constrictor soll da helfen. 



Ciao

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.

Nach oben

Top 10

Top 10

  • Laos
  • Kambodscha
  • Myanmar
  • Indonesien
  • Philippinen

Hotels